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Dieses Thema hat 41 Antworten
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 die Chronik der Arena
Seiten 1 | 2 | 3
Gwen Offline

Arenabiest und Forenmistress


Beiträge: 3.520

15.07.2009 14:53
#21 RE: die Chronik der Arena der Gladiatoren antworten

Arena Winterlager (2009):
Es war einmal...ein mächtiger Magus, der sich einen mächtigen Dämonen beschwören wollte. Er konstruierte dazu einen Ring, mit dessen Hilfe der Dämon geholt und kontrolliert werden sollte. Dieser Dämon konnte nur beschworen werden, wenn in seinem Namen ein unschuldiges Opfer von jemandem freiwillig getötet würde, der aber nicht böser Gesinnung sein darf, also nichts mit Dämonen am Hut haben darf. Das war eine kniffelige Sache und es ist nicht mehr bekannt, wie der Magus das Problem gelöst hat. Der Versuch gelang aber und der Magus band einen Funken der Essenz des Dämons in den Ring und befehligte den Dämon. Der Ring wurde innerhalb der Familie weitergereicht, die zu großer Macht gelangte und einen dunklen Kult um den Dämon aufzog. Der Ring erlaubt es dem Träger, den Dämon zu beherrschen (und ihn so unter Kontrolle zu halten) aber nur dem Erstbeschwörer bzw. dessen legitimierten Nachfolger und man braucht es für eine Erstbeschwörung. Andere, die den Ring in der Hand haben, können den Dämon nur mit Waffen verletzen, aber der Dämon ist ein guter Kämpfer.
Der Dämon versauerte zwischen den Befehlen in einer Zwischenebene. Eine weiße Priesterschaft wurde auf das Treiben aufmerksam, erklärte der Familie den Krieg und vernichtete sie in einer epischen Schlacht. Der Ring aber wurde rechtzeitig vom letzten Magier der Familie versteckt. Der letzte Befehl an den Dämon war: „Verschwinde in Deine Zwischenebene, bis dieser Ring wieder in die Hand genommen wird! Dann erscheine und reagiere angemessen“. Die Flucht des Erzmagus mißlang.
Somit konnte der Dämon nicht endgültig vernichtet werden. Die Priesterschaft tötete zwar den Großteil des Bundes konnte aber den Dämon nicht bannen.
Das Erbe der Familie ging an einen entfernt verwandten Nebenzweig über, die von gar nichts wußten und der Dämon hatte lange, lange Zeit, so richtig sauer zu werden, weil er weder auf die Erde, noch in seine Heimat zurückkonnte.
Währenddessen blieben die Reste der dunklen Bruderschaft nicht untätig. Sie mußten lange nachforschen, da ihr Dämon fort war (sie glaubten er sei auf seine Ebene zurück gekehrt), erfuhren, wie der Dämon wieder beschworen werden konnte, der Ring aber blieb verschollen und sie machten sich lange Zeit Gedanken darum, wie das erneut zu bewerkstelligen sei.
Da niemand aus dem Kult das unschuldige Opfer erbringen konnte stand man vor einem Problem. Und kein Mensch von nicht böser Gesinnung würde jemanden im Namen eines Dämons töten.
Die dunkle Priesterschaft entwarf ein Buch, angeblich das Allerheiligste ihres Kults mit Informationen über den Dämon und wie und unter welchen Umständen er zu beschwören sei. Dort ist detailliert festgehalten, zu welcher Sternenkonstellation und unter welchen Vorbedingungen (Pest in einem Dorf, Ersterben des Lichts etc.) man sich an die Beschwörung wagen darf. Der Hohepriester wird an einem bestimmten Platz einem unschuldigen Opfer einen geweihten Dolch in die Kehle stoßen und es dem Dämon weihen, dann kommt der Dämon. Alles Bockmist, aber das wissen nur die Obersten des Kultes. Ihr Ziel ist es, ein großes Fake aufzubauen, das die weißen Priester auf die Spur setzt und sie dazu bringt, rechtzeitig zu dem Beschwörungsritual dazuzustoßen, damit sich ihnen folgendes Bild bietet: Der „Hohepriester“ (ein unter Drogen gesetztes unschuldiges Opfer) macht sich daran, im Kreis der Anhänger ein „unschuldiges Opfer“ (eigentlich einen Dämonisten) zu töten. Die rechtschaffenen Idioten kommen daher, sehen die Szene und töten den „Hohepriester“, der laut Buch nur mit den Worten, „Ich überantworte Deine Seele dem Herrn der Hölle blablabla...“ vernichtet werden kann.
Auf dem Weg zum Ritual tritt den ach so tapferen Helden noch ein falscher Champion in den Weg mit einer Dämonenrüstung, die allerdings bei den entsprechenden Worten versagt. Hauptsache, die recken isnd davon überzeugt, daß die Worte korrekt sind und helfen.
Dann werden die Kerle schon den falschen Hohepriester im Namen des Dämons töten, das Opfer ist vollbracht und der Dämon erscheint.
Das braucht viele Jahrhunderte der Vorbereitung und die dunkle Bruderschaft sorgte fleißig dafür, daß die Weißen ein paar Abschriften des Buches bei „Razzien“ zufällig in die Hände bekamen, auf daß dieses Wissen sich auch verbreite. Die Weißen hüten das Buch als einen wichtigen Quell dunklen Wissens in ihren Bibliotheken.

Da gab es aber noch das Problem mit dem verschwundenen Ring.

Währenddessen fand ein junger Mann im unmöglichsten Winkel des Familiensitzes ein hübsches Schmuckstück in einem alten Kästchen und dachte sich, das sei ein passendes Hochzeitsgeschenk für seine Braut. Er überreichte es ihr als Überraschung gleich nach ihrer Hochzeit und nahm es dazu erstmalig in die Hände. Der Dämon erschien, tötete alles auf seinem Weg, griff sich den Ring und verschwand dann zurück nach Hause, allerdings nicht ohne seine wenige Zeit auf der Erde noch dazu zu nutzen, einem der Bruderschaft den Ring zu geben mit der Information, das diene dazu, ihn zurückzuholen. Von dem Beherrschen sagte der dem Dämonisten allerdings nichts. Er hofft, daß sie so blöd sind, ihn zu beschwören, ohne ihn Beherrschen zu können. Die Dämonisten freuen sich und setzen den Plan mit dem Buch in die Tat um.
Der Dämon braucht, um auf der Erde zu bleiben in regelmäßigen Abständen ein Opfer. Da er das mehrere Hundert Jahre nicht bekommen hat, konnte er nicht lange bleiben.
Die weißen Priester wußten nun aber, daß der Dämon nur wegen eines Rings zurückgekehrt war und sammelten zumindest die Geschichte und Informationen. Zu einem passenden Zeitpunkt werden sie die passenden Schlüsse ziehen (daß sie den Ring brauchen, um den Dämon zu töten).

Inzwischen nähert sich die Zeit der passenden Sternenkonstellation und die dunkle Bruderschaft setzt alles daran, die „Prophezeiungen und Bedingungen“ im Buch zu erfüllen, damit die Weißen merken, was los ist. Zusätzlich wird der Orden der Priesterschaft, der dem Beschwörungsort am nächsten liegt platt gemacht und nur einer einzigen Priesterin gestattet man es zu „entkommen“. Mit dem Buch natürlich. Die braucht jetzt natürlich verzweifelt Hilfe, weil ihr nächster Ordensstützpunkt zu weit weg liegt und wenden sich somit an die ansässigen Spieler. Sie berichtet, was vor sich geht und daß man die Beschwörung verhindern muß.
Die Helden glauben ihr und gemeinsam sucht man nach dem Ort der Beschwörung. Natürlich mischen die Dunklen noch ein bißchen mit, damit die Helden merken, daß es ernst ist und versuchen wiederholt, wenn auch stümperhaft, das Buch zu stehlen.
Die Helden kommen rechtzeitig zum Beschwörungsort (nachdem sie den Champion abgemurkst haben), finden die oben beschriebene Szene und töten den falschen Hohepriester und der Dämon erscheint. Die Priesterin ist entsetzt, kapiert den Schwindel und setzt alles daran, an den Ring zu kommen um den Dämon doch noch zu töten
Die Lösung des Problems liegt in einer Zeitreise, in der die Priesterin unter Einsatz ihres Lebens in einem großangelegten Ritual immer mehrere Helden in die Vergangenheit dorthin schickt, wo man weiß, daß der Ring auf jeden Fall war (die Hochzeit), um dafür zu sorgen, daß der Dämon ihn nicht bekommt.

Um dieses Ritual vollenden zu können bedurfte es vieler verschiedener Zutaten, die innerhalb kurzer Zeit beschafft werden mußten. Die Kreaturen des Waldes waren damit nicht immer einverstanden. Gwen erhielt Informationen zu ihrer Herkunft von einer Medusa, der sie eine Zutat abhandeln mußten, Steintrolle mit -äh- geringer Intelligenz waren versessen auf die Amnesiepilze. Eine WAldfee stahl ihnen Erinnerungen im Austausch gegen eine der Zutaten - Maruk sang ihr sein Lied "Herz aus Stahl vor", sie bemächtigte sich aller Erinnerungen im Zusammenhang mit diesem Lied, so daß Maruk es zwar noch singen kann, aber nicht mehr um dessen tiefere Bedeutung weiß. Mit ein bißchen Glück hat er es oft genug anderen Leuten erzählt...
Die Sturmbrecher mußten sich einer Glaubensprobe stellen, ein Geist eines Einsiedlers verlangte ein Schachspiel - aber letztendlich gelang es, die Zutaten zu finden, während der Schnee begann, das Haus einzuhüllen.
Dann fand die eitreise statt.
Die Helden landeten immer unvorhergesehen in irgendwelchen Gästen der Hochzeit und konnten durch ihr Handeln sozusagen das Handeln der Personen für die nächste Runde beeinflussen. Denkqwürdig Heermeister Golmar, der sich im Brautkränzchen als liebreizende Braut an der Seite des Bräutigams wiederfand. Nach der vierten Runde fand die Zeitreise ein apruptes Ende, als Mira Ten TRakon als Bräutigam auf die Idee kam, den kompletten Tisch mitsamt dem Ring in seinem KÄstchen ohne ihn zu berühren zur Tür transportierte und den Ring in das Zeittransportgefäß warf - der Dämon erschien dann zwar, hatte aber nicht mehr genügend Zeit, sich das Artefakt zu holen.
Natürlich tauchte augenblicklich der Dämon mit seiner Bruderschaft in der realen Welt auf und es kam zu einer Schlacht, bei der nur derjenige, der den Ring trug, den Dämon schlagen konnte - alle anderen hatten die undankbare Aufgabe, den zwei Kämpfern die Bruderschaft vom Halse zu halten. Agerius, der einer Weihe durch Hochmeister Bohemunt unterzogen worden war, stellte sich von Braxos auserwählt dem Dämon gegenüber. In einem harten Kampf konnte er den Dämon fast besiegen, wurde dabei aber selbst schwer verletzt. Da der Dämon selbst schwer verletzt weiter versuchte Agerius den tödlichen Schlag zu versetzen, sprangen die Sturmbrecher dem von Braxos Auserwählten bei und schützten ihn mit ihren Schilden und Körpern - letztendlich war es Gwen, die geistesgegenwärtig Agerius nach oben gereckte Hand mit dem Ring aus dem ganzen gepanzerten Haufen herausragen sah, den Ring abzog und sich dann der Aufgabe stellt, in dem ganzen Gewühl ausschließlich den Dämon zu treffen, was bestimmt nicht leicht war.








Der Geist des Kaffeehändlers tauchte auch noch auf, um Bohemunt seinen Mangel an Gerechtigkeit und Durchsetzungsvermögen vorzuwerfen und ihm Buße aufzuzwingen für den Tod, den er erleiden mußte...da Bohemunt recht uneinsichtig war war dies bestimmt nicht der letzte besuch des Gespenstes...


Der Geist der Weinenden Marie ließ sich ebenfalls blicken, entstieg dem Weiher, in dem sie ihr nasses Grab gefunden hatte und spukte herum auf der Suche nach ihrem Schatz. Er wurde in einem Steinhaufen gefunden, sie erbat sich zwei Kupfermünzen als Entlohnung für den Fährmann und etnschwand.

Ein Reisender nötigte dem Würger ein wie für ihn gemachtes Antistreßprogramm von Fridolin dem Friedfertigen, einstmals Waldemar der Wüterich auf. Der Würger wird einiges zu tun haben, um damit sein scheußliches Temperament in den Griff zu bekommen, ehe er am Ende die letzte Weisheit von Fridolin selbst erfährt.

Während Agerius Weihe begann dieser infernalisch zu brüllen und wollte sich auf den Hochmeister stürzen. Maruk konnte ihn gerade noch entwaffnen und festhalten. Nach der Weihe beruhigte sich Agerius' Verhalten und er sprach davon von irgendetwas befreit worden zu sein. Von nun an ist er Auserwählter des Braxos.

Einer der Gäste, eine... Halbwilde, die wohl mit dem Freiherrn von Tiwa mitgekommen war, fand draussen Spuren im Schnee. Soweit nicht verwunderlich, doch waren es die Spuren einer Ziege und die eines Wolfsrudels. Auch kaum verwunderlich, wenn nicht die Wölfe blutig zerissen auf einer Lichtung gelegen hätten und die Ziegenspuren davon wegführten. Als Gwen davon erfuhr, war sie nicht lang zu halten. Ein seltsames Tierwesen in diesem Wald? Womöglich gefährlich? Hin!!!
Ein paar Gäste und Arenaten begleiteten sie und tatsächlich, die Wärme und das Licht der Taverne schien das Wesen angezogen zu haben, es schlich schon um das Haus. Beim Anblick des Ziegenwesens, Beine und Hufe einer Ziege, Oberkörper eines Menschen, aber Hörner und Ohren einer Ziege, Wolfsblut im ganzen Gesicht verschmiert, stockten die Meisten. Das war Gwen gerade recht, denn dem Wesen schienen die vielen Menschen mit Waffen nicht gerade sympathisch. So ging sie auf das Wesen zu und redete beruhigend auf es ein. Es willigte schliesslich ein, mit Gwen mitzukommen.
Es scheint jung und unerfahren zu sein, auch konnte es kaum sprechen, aber zeigte schnell, dass es die Fähigkeiten dazu besitzt. Namen konnte es keinen nennen, aber Tamila schlug ihm einige vor und bei "Goorrr" blieb es dann. Gwen ist ausnahmsweise mal wirklich glücklich, dass die Lücke, die Kyra hinterlassen hat, Goorrr scheinbar füllen will und bei ihr bleiben will. Kul hat natürlich nur unter der Vorgabe zugestimmt, dass Gwen für ihn verantwortlich ist. Dass er den Inquisitor der Sturmbrecher "Mordebrei" nannte, hat ihm ein vergnügtes Lächeln des Hochmeisters Bohemunt, und das Versprechen, dass er ebenfalls unter seinem Schutz stehe, eingebracht.

Und auch ansonsten brachte das Winterlager für Gwen einiges Neue. Von der Medusa bekam sie endlich einen Namen für das Nicht-Menschliche an ihr. Nachkomme einer Lamia sei sie. Nun, der Name sagt ihr erstmal nichts, aber es ist endlich ein Anfang, etwas, wonach man suchen kann. Und der Hochmeister Bohemunt sagte ihr ihre Hilfe zu. Sie schaffte es sogar - und nur, weil Bohemunt ihm vertraute - einem Magier, Zehir, soweit zu vertrauen, auch diesem (er hatte bereits bemerkt, dass sie magische Kräfte hat) davon zu erzählen, er will ebenfalls nachforschen, was es mit Lamias auf sich hat.


danach:
Gwen wurde vom Hochmeister eingeladen, mit nach Orlok zu kommen, um dort in den Tempeln einen Raum zu bekommen, in dem sie ohne Gefährdung für andere ihre Magie ausprobieren könne. Der Rest der Arena schloss sich an, um die Fortschritte an der Arena selbst in Augenschein zu nehmen.

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Gwen Offline

Arenabiest und Forenmistress


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15.07.2009 14:53
#22 RE: die Chronik der Arena der Gladiatoren antworten

Andurin 1 - Tiwa den Tiwanern (2009):

Das Versprechen von Kul an den Freiherr von Tiwa, bei seinem Kampf gegen die Orks zu helfen, wurde eingelöst. Kul, Miro, Raven und Morkai gingen wiederum nach Andurin, Gwen kümmerte sich mit den anderen darum, dass die Arena weiter auftreten konnte.
Was man anschliessend hörte, halfen sie in Andurin sehr erfolgreich...

...Raven entlockte einem Geist die Kette, die zum Schwert von Tyria führte, Miro kämpfte tapfer in allen Schlachten, Morkai konnte den Orkshamanen über Visionen "Ausspionieren" und wurde so und durch seine Kenntnisse über orkischen Schamanismus zum wichtigen Berater und Kul kommandierte 2 mal zusammen mit Mira Ten Trakon und Bohemunt das Heer von Tiwa.

danach:
Nach ihrer Rückkehr verkündet Kul aus heiterem Himmel, dass er gedenkt, auf dem nahenden Drachenfest Maeve zu heiraten. Zumindest bei Gwen löst er damit einiges an Verwirrung aus.

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Gwen Offline

Arenabiest und Forenmistress


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15.07.2009 14:54
#23 RE: die Chronik der Arena der Gladiatoren antworten

das siebte Drachenfest (2009):

Ankunft in Aldradach
Nach wiederum einen Jahr kommt die Arena erneut in Aldradach, der Stadt der Drachen an. Recht bald wird klar, dass auch die Lager der Drachen, die Orks, das Triumvirat, die Zwerge und wen man sonst von den letzten Jahren kennt, langsam in den Drachenlanden erscheint. Doch diesmal steht der erste Tag unter einem Festfrieden und ist somit geprägt von Diplomatie.

Engagement durch Mira Ten Trakon für die Endschlacht
Das Triumvirat hat wohl gelernt. Recht früh erscheint Mira Ten Trakon, um die Arena für ihren Einsatz als Söldner in Andurin zu bezahlen und zahlt auch gleich für unseren Einsatz bei der Endschlacht. Als Folge erbeten sich Equite Tristan und der Clan Yoshida in den nächsten Tagen, das nächste Mal vorher angehört zu werden, ob ihr Angebot uns nicht besser gefällt.

Hochzeit Dana Ten Trakon
Die Trauzeremionie ist von Miras Hochzeit her bekannt, langatmig, ein bißchen zu kitschig für Arenatenverhältnisse aber für den Adel wohl angemessen. Leider fielen einige Teile der Zeremonie sehr leise aus, so daß in den hinteren Reihen wenig zu verstehen war. Die Arenaten blieben auch nicht lange, es wartete Arbeit. Trotzdem war es eine Ehre, dabei sein zu dürfen und die Gästeliste hochkarätig.

Training für MASH
Der versammelte Heilerschutz des Mash wurde von der Arena trainiert, da ein Geldaustausch unangemessen erschien wurde vereinbart, daß die Arenaten sich jeweils einmal vom Mash heilen lassen dürfen und am Tag der Endschlacht die komplette Versorgung, das Rundum Sorglos Paket bekommen. Das hat auch wunderbar funktioniert, offenbar waren alle vom Mash instruiert, denn wenn man sich als Arenat blicken ließ wurde man geheilt, ob man wollte oder nicht. Hoffentlich ist das ein Arrangement, das wir beibehalten können.

Training für Triumvirat
Ein weiteres Engagement vom Triumvirat, speziell von den Tiwanern erreichte uns etwas später. Wir sollten am Tag vor der Endschlacht die teilweise noch recht jungen und unerfahrenen Soldaten trainieren. Was wir gegen gutes Geld natürlich gern gemacht haben.

Rangkämpfe und Einstufungskämpfe
Unser Jüngster hat es nun endlich geschafft, er konnte seine Rangkämpfe fortsetzen. Gegen Rang 1 hatte er letztes Jahr schon gesiegt, so ging es gleich in der nächsten Stufe weiter. Agerius forderte Raven heraus und beförderte sie dann auf Rang 1. Bei der Auswahl zwischen Maruk und dem Würger fiel seine Wahl auf Maruk. Und tatsächlich, er gewann, womit Maruk die Schmach hinnehmen musste, auf Rang 2 abzufallen. Dieser forderte sofort anschliessend zwar den Würger heraus, allerdings musste er erst aufgrund Zeitproblemen, dann aufgrund eines kranken Fusses davon abstand nehmen, seinen Rang sofort zurückerkämpfen zu wollen. Wir schauen also bereits gespannt voraus, was die nächsten Rangkämpfe bringen werden. Der Würger selbst hingegen wagte es, Kul herauszufordern - und verlor.


Erschlagen des Trompeters
Jeden Morgen um spätestens zehn nach acht erschallt eine laute Trompete über der Stadt Aldradach und weckt die unwilligen Bewohner. Mit lautem Schimpfen, Murren und dem Ruf "Schnauze!" wird versucht dem Treiben Einhalt zu gebieten. Am dritten Tage sitzen um acht Uhr Raven, Maruk und Maeve mit finsteren Gescihtern und schweren Pömpfen in den Händen auf einem Strohballen vor dem Zelt des vermessenen Rabauken. Die Minuten vergehen, kein Trompeter erscheint. Schließlich steht Maeve auf, geht zum Zelt des Trompeteres, beugt sich vor und säuselt mit lieblicher Stimme: "Hallohooo? Wohnt da der Trompeter von Aldradach es ist halb neheun. Wir warten!" (Anm. am Rande: OT sah gerade der Tribun auf dem Fenster des Rathauses, mußte ein Lachen mit der Hand ersticken und flüchtete hastig ins Innere.)
Drinnen ertönt ein Grunzen, Stöhnen und ein genuscheltes: "Moment!" Es raschelt im Zelt. Maweve und Maruk postieren sich seitlich hinter dem Zelteingang, Raven bleibt mit liebreizendem Lächeln und der Keule hinter dem Rücken davor stehen. Aus dem Zelt kommt ein schmächtiges Bürschlein gekrochen, hält mit der Linken krampfhaft seine lange Unterhose fest, in der Rechten die Trompete. Er schenkt Raven kaum einen Blick, murmelt irgendetwas und hastet an ihr vorbei in Richtung Marktplatz, wo das Galgengerüst steht. Maeve und Maruk lösen sich vom Zelt und schließen sich im mit Raven an. Der Trompeter wirft einen verstörten Blick nach hinten, beschleunigt seine Schritte. Die Arenaten ebenfalls. Er rennt los, krabbelt hastig auf das Gerüst und sieht sich von drei Arenaten umringt, die ihn mit Keulen und Streitkolben finseteren Auges belagern. Dann meint Maeve: "So, uns jetzt spiel, damit man den Unterschied auch hört!"
Zaghaft hebt der Trompeter die Trompete, setzt sie an, er kommt drei Töne weit, dann würgt die Trompete mit einem klagenden Pupslaut ab, als der Trompeter unter einem Hagel von Schlägen zu Böden geht. Von hinten kommt der Schmied hastig herbeigeeilt, in den Händen eine Stahlkugel und einen gewaltigen Schmiedehammer, schnappt sich die Trompete und treibt mit drei wuchtigen Schlägen die Stahlkugel in die Trompete bis die Kugel kaum noch zu sehen ist. Zufrieden wendet er sich an den Trompeter, der auf dem Boden liegt: "So, nun finde mal jemanden, der dir das wieder rausholt!" Der Trompeter meint mit jämmerlicher kleiner Stimme. "Ich könnte vielleicht ja die Handwerkergilde..."
Der Schmied baut sich vor ihm auf: "Ich BIN die Handwerkergilde!" und stapft dann zurück. Zufrieden lassen die Arenaten den Krachmacher liegen und gehen zurück zu ihrem Lager. Zehn Minuten später, man glaubt es kaum, kommt ein weiterer Trompeter aus dem Rathaus, diesmal leider ein großer, breiter Troll. Nichtsdestotrotz eilen die tapferen drei Arenaten brüllend hinzu, ihre Keulen schwingend, doch da springt ihnen der Tribun der Stadtwache entgegen, einen Zeihänder in den Händen: "Halt! Dieser Mann trompetet mit Genehmigung der Stadtwache, wer Hand an ihn legt..." Murrend und maulen ziehen sich die Arenaten ein wenig zurück - sich offen mit dem Tribun anzulegen wäre wohl doch etwas vermessen. Der Scvhmied allerdings, der natürlich nichts von der Rede gehört hat, eilt qieder von hinten hinzu, klaut dem Troll blitzschnell die Trompete aus den Händen und hämmert eine zweite Stahlkuggel auch in diese Trompete. An diesem Tag blieb es still...
Fünf Minuten später sieht Maruk den kleinen Trompeter mi seinem INstrument in der Hand, immer noch in Unterhosen in Richtung des Zwergenviertel marschieren. Er rennt los, kürzt durch den Hintereingang der Arena ab und steht fünf Meter vor dem Trompeter am Tor. Er klopft, ein verschlafen aussehender Zwerg will wissen, was er will. Maruk sagt: "Nun ja, also falls gleich ein kleiner Typ in Unterhosen da steht und will (währenddessen hält er den Trompeter, der nun direkt hinter ihm ist mit einer Hand weiter hinter sich) daß man ihm seine Trompete repariert, dann macht das doch besser nicht!" Der Zwerg, verschlafen grunzend: "Nja, man wird sehen!"
Maruk gibt den Weg frei, der Trompeter tritt vor und steht etwas verloren vor dem Zwergentor, Maruk unterbricht noch einmal und informiert den Zwerg: "Ach übrigens, das ist der Mann, der hier jeden Morgen die Stadt um acht Uhr aufweckt!"
Das Gesicht des Zwerges erstrahlt plötzlich und er meint freudestrahlend: "Ach ja, DEN wollten wir auch schon lange mal kennenlernen!"
Am nächsten Morgen war leider wieder eine Trompete zu hören, aber diesmal begleitet von vier Wachen mit Turmschilden...

Würger und die Affäre mit la Familia Verdone

auch halbtote Orks werden gerne als Ressource genutzt (sogar mi Radiointerview)
In der Stadt werden ein paar stressende Orks von irgendwelchen Herbeigeeilten erschlagen. Einer von ihnen liegt stöhnend ziemlich genau vor dem Arenaeingang. Nach einem kurzen prüfenden Blick stellen Maeve und Raven fest, daß der Grüne noch lebt und beschließen, ihn der Arena einzuverleiben. Also wird der Ork hereingeschleppt, gefesselt und dann notdürftig verarztet, damit er wieder kampffähig ist. So nähen die beiden Heilerinnen einen Orkhintern zusammen, fachsimpeln darüber, ob die Orkanatomie wohl der menschlichen ähnlich genug ist um nicht aus Versehen die Niere am Magen festzutackern, verpassen ihm für die Wunde am Hintern eine große, weiße Windel als Verband und machen ihn fit, damit er sich in der nächsten Arenarunde freikämpfen kann. Das Ganze unter den fragenden Ohren eines Radiomoderators, der sowohl das schauerliche Stöhnen und Grunzen des Orks fleißig aufnimmt als auch ständig mit Fragen unterbricht. "Ja, warum verarztet ihr den einen Ork? Ich dachte, das sind die Bösen?" Man mußte ihm dann erklären, daß es sich dabei lediglich um eine Beschaffung von Ressourcen handele und man würde ja schließlich seine Tiere im Stall auch versorgen. Und im schlimmsten Fall könne man ihn an den Minotaurus verfüttern. Der folgende Kampf wurde dann auch begeistert vom Radiomann aufgenommen und kommentiert.

Kampf des Daimyos der Yoshidas gegen Kul
Kämpfergilden-Nahkampfturnier (Sieger Maruk)

Agerius in Love
Nachdem unser jüngster Arenat ganz eindeutig unter Hormonüberfluß leidet und uns mit seinen Forderungten nach einer oder mehreren Frauen nach zwei Tagen gewaltg auf die Nerven fällt beschließen Maeve und Raven, für den jungen Mann ein Casting auszurufen. So wird also eine Annonce in die Stimem des Herolds gesetzt, in der vermerkt ist, daß die Arena das Superweib sucht, alle willigen und volljährigen Damen sollten sich doch bitte am Freitag um drei Uhr einfinden, damit man für Agerius in Love eine Frau finden könne. Antrittskupfer und ein Preis in Form eines Abendessens bei Mama Tuktuk winken. Leider tauchen gerade mal zwei Frauen auf. Die eine ist ein liebliches kleines blondes Ding, in einem hellen Kleidchen, bei der sich leider sehr bald herausstellt, daß sie wenig sonst zu bieten hat. Die für alle Anwesenden (bis auf Agerius) aussichtsreiche Kandidatin, weil von unschlagbarem Unterhaltungswert ist eine etwa hundertjährige Hexe mit schwarzen Fingernägeln und einer warzigen Nase, sie spricht mit unverkennbar russischen Akzent, nennt sich "Grischa die Scheene!" und redet, wenn man sie läßt ohne Punkt und Komma. Sie ist Körperleserin, liest also aus Hand, Füßen, Bauchnabel und später auch aus Hoden - selbst der kupferne Avatar hat übrigens Hoden, hatte bereits zweieinhalb Ehemänner, der dritte überlebte den Antrag nicht, ist sogar bereits zu tanzen, auch wenn das Ganze etwas steif aussieht, hat merkwürdige Gobbolieder im Repertoire und erzählt schmutzige Witze: "Was tut schwangere Orkfrau auf Floß? Abtreiben!"
Die Jury, bestehend aus Tribun, Richter Pfeffersack, Richard Schwarz, Maeve und Raven tun sich schwer damit, nicht sofort sie als passendste Kandidatin an Agerius zu verscherbeln, aber nachdem Agerius die meiste Zeit mehr als angewidert aussieht, beschließen sie, ihnen eine weitere Chance einzuräumen und verdonnern Agerius dazu, mit den beiden Damen einen Met trinken zu gehen und sich dann zu entscheiden.

Dobby von Zwergen entführt
Keiner weiß, wie es geschehen konnte, aber unser treusorgender Hauself Dobby wurde von den Zwergen entführt und mußte unter deren Knute im Zwergenviertel Sklavenarbeit leisten. Völlig verstört kam er nach mehreren Stunden zurück - keiner hatte seine Abwesenheit so richtig bemerkt - naja, die ganzen Shows und so, da ist man halt beschäftigt und auch Hauselfen haben das Recht ab und zu einmal auf einen Spaziergang zu verschwinden, wir ketten unsere Elfen ja schließlich nicht an und außerdem hatte er ja ein Schildchen um, auf dem Stand wie er heißt und daß man ihn doch bitte zur Arena zurückbringen möge.
Zwischendurch hätten wir aufmerksam werden sollen, als ein merkwürdig aussehender Kriegertyp vorbeikam, der meinte, er habe gehört, wir hätten Hauselfen zu verkaufen, das hätten die Zwerge behauptet und er hätte auch gerne so einen. Leider waren wir wohl anderweitig beschäftigt. Als Dobby dann jedenfalls reichtlich verstört zurückkam und noch nicht einmal mehr in der Lage war, ein Tasse anzuwaschen, stürmte die Arena also versammelt gen Zwergenviertel, um wenigstens einen Mietpreis für Dobby einzukassieren. Leider sind Zwerge klischeehaft goldgeil und sturkörpfig und waren zu keinem Kompromiß bereit. Zu unserem Glück befand sich einen kleine neugierige Zwergenfrau unter den Schaulustigen und als die Männerverhandelten und sich stritten schnappten sich die Arenafrauen unauffällig die kleine Zwergin und schleppten sie im Eiltempo zur Arena...verfolgt von einer Meute brüllender Zwerge und nicht weniger brüllender Arenaten. Beinahe wäre es in der Arena zu Gewalttätigkeiten gekommen, aber die Zwergin meinte, sie sei gar nicht so unglücklich darüner, ob sie dreckige Zwergenwäsche wasche oder die der Arenaten sei ihr eigentlich egal und so würde man wenigstens einmal etwas von der Welt sehen. So eniigte man sich darauf, daß die Zwergin also auch für drei Stunden bei uns arbeiten würde und zwar unter Dobbys Fuchtel, der instruiert wurde, sie so mies zu behandeln wie er das nur fertigbrächte. Wie erfolgreich das allerdings war vermag ich nicht zu sagen, nur daß die beiden Zwergenkinder während der nächsten Show gemütlich eingeksuchelt im Schatten in einem Sessel saßen und mit Schokolade und Gummitieren vollgestopft wurden.

Turnier der Lagerchampions (Sieger ?)

Morlatufta erinnert sich an ihre Mami
Die Frosthierer Boten überbringen ein gesungenes Telegramm von Morlatufta an Maeve:
Hallo liepe Mami. Ich hap gehört das Du den Kuhl heirahten tuhst. Alles Liepe Deine Morlatufta. PS. Habe mir auch einen Ork gefindet!
Maeve ist sehr gerührt, daß ihr Ziehbaby an sie gedacht hat und offensichtlich glücklich ist.

Endschlacht mit Triumvirat, verloren im "Finale" gegen Schwarz

Hochzeit Maeve und Kul mit Agerius als Priester und vielen Gästen
Auch wenn nicht alle geladenen Gäste erscheinen konnten (vom Limbusteam entführt und auf dem Schlachtfeld liegengeblieben und vom Mash operiert werden wurden als angemessenen Entschuldigungen erachtet) war es eine illustre Gemeinschaft, die sich pünktlich und mit Geschenken einfand. Clan Yoshida erschien quasi vollzählig mit zwei Origamiboxen und jeweils 33 gefalteten Kranichen, der Freiherr von Tiwa erschien mit enger Familie und brachte trdaitionell Brot, Salz und Wein. Maeve verstand nur nicht, wieso alle sie fragten, ob sie denn nervös sei und zögerte nicht, sie alle aufzuklären, daß sie gar keinen Grund dazu habe, denn schließlich habe sie schon zwei Kinder und wüßte also genau was sie erwartete, im Gegensatz zu Fräulein Dana und Frau Briseis. Mira Ten Trakon wurde selten so verlegen gesehen und wechselte ganz schnell das Thema. Richter Zenobius Pfeffersack erschien mit Heilkräutern, die Schwestern Krambambuli kamen mit einer Auswahl ihrer besten Dinge aus dem Laden, Shifu Wang Lang Fu brachte Pflaumenwein, der Erste Zwerg des Zwergenviertel brachte ein Stück Zwergenbrot, dessen Anblick schon gereicht hätte, um einen Ork das Kotzen zu lehren, vom Geschmack gar nicht zu reden, aber der symbolische Wert wurde anerkannt (Möge diese Ehe so lange halten wie dieses Brot!), Tristan war verhindert aber seine Begleiterin Lily Gutbrod erschien in Vertretung und brachte eine geschlechtsneutrale aus alten Putzlumpen genähte Unterhose als Allzwecktragestück und auch die Seeburger gaben sich die Ehre. Der ewig charmante Lars und Lieschen erschienen mit Met. Mag sein, daß ich den einen oder anderen vergessen habe, aber der Bilderdämon hat keinen übersehen.
Überraschend erschien, nachdem Gwen die Gäste einzeln begrüßt und vorgestellt hatte Agerius als Priester, um die Zeremonie in Braxos Namen durchzuführen. Leandra ging vorweg mit einem Rosenkörbchen und streute den Brautleuten Blütenblätter auf den Weg. Noch überraschter waren wohl alle Anwesenden, wie würdevoll Agerius die von ihm selbst entworfene Zeremonie leitete und welch ruhigen, kompetenten Eindruck er hinterließ. Derartig kompetent, daß ihn der Bewahrer der Stadt vom Fleck weg als Ausführenden für alle zukünftigen Eheschließungen innterhalb der Stadt Aldradach engagierte.
Drei Symbole wurden ausgetauscht, die Brautleute kreuzten die Schwerter und legten sie zusammen für die Einigkeit, die Trauzeugen Mira, Bohemunt, Gwen und Raven fochten einen rituellen Zweikampf jeweils Mann gegen Frau aus, um den Streit in einer Ehe zu symbolisieren und dann wurden die Ketten ausgetauscht, die sich Maeve und Kul ausgesucht hatten. Kein Widerspruch ertönte (derjenige hätte auch schlechte Überlebenschancen gehabt), das Eheversprechen wurde abgelegt, dann ertönte der Schlachtruf der Arenaten und das Büffet war freigegeben. Clan Yoshida zeigte sich äußerst angetan von dieser Gaijinzeremonie und ehrte die Brautleute mit freundlichen Glückwünschen und selbstverfaßten Haikus. Der Daimyo ließ es sich nicht nehmen, sich unseren Sitten anzupassen und umarmte Kul und Maeve, auch wenn man ihm ansah, wie unbehaglich er sich dabei fühlte. Danach vergingen fast zwei Stunden in angeregtem Geplauder der Gäste untereinander bei einem leckeren Häppchenbüffet, während die Sonne allmählich hinter dem Hügel verschwand. Alles in allem war es ein erinnerungwürdiger Tag und Kul und Maeve möchten allen Beteiligten ihren herzlichen Dank aussprechen, daß die Trauzeremonie der Arenaten würdig, ohne Kitsch und mit dem nötigen Ernst organisiert wurde.

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Gwen Offline

Arenabiest und Forenmistress


Beiträge: 3.520

03.11.2009 16:10
#24 RE: die Chronik der Arena der Gladiatoren antworten

Andurin 2 - das Artefakt von Hinz/Kunzhausen (30.10. - 1.11.2009)

Wieder einmal hat Bohemunt seine Verbündeten zusammengerufen, um ihm zu helfen, dieses Mal auf der Suche nach einem Artefakt. Da gut bezahlt, schloss sich auch die Arena wieder an, auch die Franken und der Ordo Soleos waren dabei. Einige Zeit nach dem Aufbruch von Orlok auf der Suche nach einem Artefakt erreichten wir ein kleines, nicht in den Karten verzeichnetes Dorf. Schnell wurde klar, dass die beiden ansässigen Großfamilien, die Hinz und die Kunz, unrettbar verstritten waren.

Aber das wahre Geheimnis des Dorfes deckte sich erst am nächsten Tag, nach einem Training, dass harmlos begann, auf....

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06.11.2009 22:04
#25 RE: die Chronik der Arena der Gladiatoren antworten

Brief an Hochmeister Bohemunt von Silberburg von Maeve – Heilerin der Arena der Gladiatoren
Betreffend die Geschehnisse im Dorf am Ende der Welt in Orlok im Herbst (Andurin 2)

An den Hochmeister

Kul sagt, daß ich gefälligst einen Bericht schicken soll, weil's euch ja interessieren könnte, was so passiert ist und da ich mit an der ganzen Sache beteiligt war sagt er ich soll das machen. Jetzt wird’s aber schwierig mitten drin anzufangen, vor allem weil ich gar nicht mehr so genau weiß, wann ihr euch abgesetzt habt also muß ich wohl wieder von Anfang an zusammenfassen um den Faden nicht zu verlieren. Also gut. Da waren wir nun also auf euer Geheiß in dem Dorf am Ende der Welt angekommen wo Hinz und Kunz sich ständig wegen der Kartoffeln und Rüben in die Haare kriegten. Nach diesem äußerst mächtigen und gefährlichen Artefakt sollten wir suchen und der Orden der Wächter, die von ihren Göttern mit ewigem Leben verflucht worden sind – anders kann ich's nicht nennen – hatten uns ja schon angegriffen, weil sie in uns die Bösewichter vermuteten. So ganz kann man es ihnen nicht verdenken, so wir Ihr da eingefallen seid als ob Euch ein übelwollender Himmel geschickt hätte, aber besonders sympathisch fand ich diese Leute auch nicht. Ihr hattet ja mitbekommen, daß diese ach so ehrenwerten Wächter bei der ersten Konfrontation als erstes auf die Heiler losgegangen sind. Das hab ich irgendwie persönlich genommen und weil ich gesehen habe, wie einige von denen schon wieder aufgestanden sind obwohl sie eigentlich schon in sauber zerteilten Stücken da lagen wurden die mir erst recht unheimlich. Vielleicht könnt ihr's mir nicht verdenken, daß ich die für seelenlose Unholde gehalten habe und weil ihr Anführer Pal nun gerade vor meiner Nase lag dachte ich mir mit Raven, wir wollen doch mal sehen, ob der auch zusammenwächst wenn der Kopf weg ist. Jedenfalls hielten wir es für eine gute Idee, ihm den Kopf abzuschlagen und den Kopf in Stücken zerteilt im Wald zu vergraben. Hat auch keiner was von bemerkt. Hat ja auch erst einmal funktioniert. Noch toter als der ging kaum. Konnte ja keiner ahnen, daß der Anführer als Geist wiederkommen würde und sich derartig aufregen würde. Ganz abgesehen von seiner völlig durchgedrehten Tochter, die uns die Hölle heiß gemacht hat weil sie ihren Vater wiederhaben wollte. Ihr habt ja vielleicht noch mitbekommen, daß Morkai, also unser Ork und ich uns zurückgezogen haben um ein Ritual vorzubereiten, das uns helfen sollte, uns gegen den Geist zu schützen und ihn in eine kleine Kiste zu bannen. War eine nette Idee, hat nur leider nicht ganz so funktioniert wie wir uns das gedacht haben – hat den Geist höchstens noch wütender gemacht. Also blieb uns nichts anderes übrig, als den Kopf stückeweise wieder auszubuddeln, weil er ja sonst gedroht hat, uns alle nieder zu machen und leider war der Kerl zu mächtig, um gegen ihn anstinken zu können.
Aber eins muß mal gesagt werden, dieser fränkische Marquis ist ja wirklich ein selten hinterhältiger Hundsfott. Ich hoffe das ist kein persönlich Freund von Euch aber der Mann kann mir mal im Mondschein begegnen. Nicht nur, daß er behauptet hat, den Kopf zu haben, was ja nun gar nicht sein konnte, weil nur Raven und ich wußten, wo er war (der Marquis hatte lediglich ein Stück zufällig wiedergefunden) und wir den größten Teil wieder angeschleppt hatten – Nein, dieser Herr Hochwohlgeboren hat auch mit dem Geist verhandelt, daß der im Austausch gegen das Schädelstück die Franken nicht mehr angreift - na gut, und daß die zuvor von den Wächtern als Geiseln genommenen Frauen wieder freigelassen werden. Dennoch heißt das klar ausgedrückt, daß es dem Marquis völlig gleich war, wen der Geist sonst noch angreift. Wirklich ein feiner Adelsmann, der sich um die einfache Bevölkerung nun so gar nicht schert. Dann hat er mich angepfiffen, weil ich es gewagt habe, mich in die Verhandlungen einzumischen aber ich lasse mir den Mund von keinem verbieten, schon gar nicht, wenn ich die Trümpfe – in dem Fall den Kopf - in der Hand habe, was man von ihm nicht behaupten kann.
Naja, Hochadel hin oder her - jedenfalls hatten wir ja dann einige Zeit Ruhe vor dem Geist (natürlich hatten wir auch einen Nichtangriffspakt ausgehandelt) waren aber dem Artefakt noch keinen Schritt näher gekommen bis auf die üblichen Drohungen: Es ist gefährlich, laßt eure Finger davon, wir geben es euch nicht, wir schlachten euch alle ab, wenn ihr es benutzen wollt und außerdem ist es gut geschützt und von Siegelsteinen bewacht und überhaupt. Das habt Ihr ja noch alles mitbekommen.
Da wir nichts weiter zu tun hatten haben wir den Versuch gemacht, die Siegelsteine ausfindig zu machen aber das hat sich als nutzloses Herumrennen im Wald herausgestellt – zumindest ohne weitere Informationen zu haben. Und in der Bibliothek war außer einem Haufen Spinnweben auch nichts Vernünftiges zu finden. Mag mit der Grund gewesen sein, warum sie hinterher niedergebrannt wurde. Hat bestimmt Hunderte von Spinnen das Leben gekostet. War ja auch alles komplett überflüssig, denn so wie es sich hinterher herausstellte, hatten die Wächter ja das Artefakt in ihrem Gewahrsam – so wie sie es die letzten 2000 Jahre hatten. Ganz schön lange Zeit um auf so ein magisches Teil aufzupassen. Ihr habt ja dann angefangen mit den Wächtern zu verhandeln und am Abend, kurz nach eurem Aufbruch nach dem gemeinsamen Ritual im Kreis hattet ihr euch ja alle gegenseitig versichert, daß keiner von euch das Artefakt benutzen will und damit Schaden anrichten will sondern daß es wenn möglich vernichtet werden soll und der letzte Stand der Dinge war, daß jede Gruppe am darauf folgenden Tag einen Abgesandten zu den Wächtern schicken sollte, der sich womöglich auf Magie versteht und von den Wächtern nach einer eingehenden Prüfung die Erlaubnis bekommen sollte, sich dieses Artefakt anzusehen. Inzwischen war ja wohl allgemein bekannt, daß es sich um eine Schriftrolle handeln sollte, auf der irgendwie die Formel für eine magisch verursachte Seuche verzeichnet war, die ganze Völker ausrotten kann. Was Euch allerdings geritten hat neben Eurem Priester auch Kul, unseren Lanista zu Eurem Stellvertreter zu machen das weiß ich nun wirklich nicht aber er hat Euch ja klar gesagt, daß er stellenweise vielleicht nicht so entscheiden würde, wie Ihr das tun würdet also dürft ihr euch nicht darüber beschweren, wie's letztendlich gelaufen ist.
Am Abend gab es dann noch ein bißchen Ärger mit einer großen Räuberbande, die unserem Zug wohl bis in das Dorf gefolgt war – fragt mich aber nicht, wie genau es die hierher verschlagen hatte und was die wollten. Euer Heermeister Golmar hat mit einem der Paladine den Versuch gemacht Recht zu sprechen...nachdem sich beide darüber einig geworden waren, daß sie einer wie der andere nicht den geringsten Schimmer haben wie man eigentlich Recht spricht haben sie die gefangenen Räuber wieder laufen lassen also wundert Euch nicht, wenn ein paar Eurer Landstriche geplündert werden. Wenn er gelegentlich auch ein wenig überlastet wirkt...Heermeister Golmar hat sich sicher redliche Mühe gegeben, glaube ich zumindest.
Die Nacht blieb dann so weit ruhig und am nächsten Morgen kamen die Wächter zurück. Gerade wie wir uns zusammensetzen wollten, um in Ruhe über das Artefakt zu reden kommt ein Söldnertrupp anmarschiert unter der Führung des weißgewandeten Wüstensohns, ich glaube ihr nennt sie Nohad – zumindest sah er so aus – Ali al Habibi oder so nannte er sich wohl -, der die ganze Zeit unerkannt spioniert hatte und jetzt darauf aus war, das Artefakt an sich zu bringen. Den ersten Angriff konnten wir ja noch zurückschlagen, wenn auch nicht ohne Verluste und dann hieß es schnell handeln bevor sie zurückkamen. Der weißgewandete Priester der Wächter rückte also die Schriftrolle heraus und alle, die sich dem Ding nähern wollten mußten sich einer Prüfung unterziehen, die diese keifende rothaarige Hexe, die Tochter des Anführers vornahm. Wenn Ihr mich fragt brennt dem Mädchen ziemlich die Schüssel aber wenn man seit 2000 Jahren unter der Fuchtel eines autoritären Vaters steht und keine Chance besteht, daß sich an dem Zustand je was ändert weil der alte Bastard ums Verrecken den Löffel nicht abgibt, weil unsterblich von wegen Schutz der Götter, dann kann man wohl schon ein bißchen wirr im Kopf werden. Sagte zumindest Samuel. Jedenfalls hat sie uns einen Haufen perfide Fragen unter einem Wahrheitsritual gestellt – worauf genau die abzielten weiß ich ja nun nicht, aber merkwürdigerweise schienen ihr meine Antworten gereicht zu haben obwohl man mich als vieles aber gewiß nicht als Paladin bezeichnen kann. Gemeinsam mit eurem Priester, dem Paladin des Sonnenordens und dem schwarz gewandeten Magier – Zehir war ja ebenfalls wie vom Erdboden verschluckt – durften wir uns dann das Artefakt ansehen. Die anderen hatten es nicht besonders eilig, also hab ich angefangen. Falls ihr Euch nun wundert wieso ausgerechnet ich mich magischer Mittel bediene – dann wundert euch ruhig weiter. Genau erklären kann ich es Euch nicht aber wenn ich Abbilder von etwas zeichne dann kommen mir weitere erklärende Bilder in den Kopf – es ist schwer zu erklären und vermutlich auch völlig überflüssig aber mit meinen Zeichnungen funktioniert so manches, wenn ich sie richtig einsetze. Ich mag in der Magie nicht wie Zehir ausgebildet sein aber es reichte aus, um mir über die Schriftrolle Klarheit zu verschaffen. Auf jeden Fall offenbarte sich mir die Wirkung dieses Artefakts. Zusammengefaßt kann ich sagen: Ein mächtiger Magier hat diese Schriftrolle erstellt zum einmaligen Gebrauch, erbricht man das Siegel und bringt die Schriftrolle in Kontakt mit etwas, das eine Art Fokus zu dem gewünschten Ziel darstellt, dann kann man auf diese Spezies eine grauenvolle Seuche lenken, die innerhalb kürzester Zeit diese Spezies dahinrafft. Entworfen wurde der Zauber für eine intelligente Rasse – ich hab ein bißchen genauer nachgehakt und zwar wäre es theoretisch möglich gewesen, auch eine unintelligente Art damit zu vernichten (also Pflanzen oder Tiere) aber die Nebenwirkungen waren zu unsicher während es bei der intelligenten Spezies keinerlei Nebenwirkungen zu fürchten gab.
Nun weiß ich ja ungefähr wie es um Andurin steht und keiner kann mir weismachen, daß niemand mit dem Gedanken gespielt hätte, die Orks mit Hilfe des Artefaktes niederzumachen. Ich müßte ja wohl lügen, wenn mir nicht in den Kopf gekommen wäre, daß man damit die Orks auf einen Schlag platt machen könnte aber gleichzeitig hatte ich damit ein paar Probleme. Das erste habt Ihr selber zu verantworten, denn ihr habt ja nun hoch und heilig geschworen, daß Ihr das Ding gar nicht einsetzen wolltet, sondern es vernichten. Und da lag der Hase im Pfeffer, denn da die Schriftrolle zum einmaligen Gebrauch gedacht war würde sie sich nach diesem Gebrauch zerstören – eine andere Möglichkeit gab's nicht. In dem Fall schien mir Schadensbegrenzung die einzige sinnvolle Alternative. Außerdem hätte ich – um die Seuche auf die Orks zu lenken – nun mal einen Fokus gebraucht und der einzige anwesende und greifbare Ork war unser Morkai, den ich erstens um ein Körperteil hätte erleichtern müssen und der zweitens damit auch draufgegangen wäre. Und ich opfere keinen der unseren nur damit das klar ist. Nicht für Euch, nicht für Euer Land!
Ich fürchte, Andurin wird mit seinem Invasionsproblem auf andere Art und Weise klar kommen müssen und wenn euch nicht paßt, daß ich das entschieden habe, dann regelt eure Probleme das nächste Mal gefälligst selber. Im übrigen haben auch weder euer Priester noch die Paladine irgendwas Gegenteiliges gesagt. Die hatten es nur wieder sehr eilig auszuprobieren, ob sich die Schriftrolle denn wirklich nicht mit all ihrer Göttermacht zerstören läßt – ich bitte Euch, als ob die Wächter in 2000 Jahren nicht schon hunderttausende Male die Gelegenheit dazu gehabt hätten....aber irgendwie denken Paladine auch nur mit dem Schwert.
Jedenfalls schien keiner der Göttergesandten eine bessere Idee zu haben und die Zeit drängte, denn die übrig gebliebenen Söldner unter Habibi sammelten sich schon wieder zu einem zweiten Angriff und wir waren derart dezimiert, daß die uns glatt überrannt hätten. Die Sache blieb an mir kleben wie zertretener Kender unter dem Stiefel. Und ich wollte die Orks nicht auf diese Weise fertig machen. Ich hatte nun wirklich keinen Ehrgeiz als Maeve, die Schlächterin aller Orks, die Seuchenbringerin in die Geschichte einzugehen aber einsetzen mußten wir das verteufelte Ding, wenn wir es vernichten wollten, das sahen sogar die Wächter ein und nach ein paar weiteren Analysen war dann auch schnell klar, wer die geeigneten Kandidaten für einen netten kleinen Völkermord waren. Ihr könnt es Euch sicher denken, die Wächter ließen sich schnell überreden. Nach 2000 Jahren mehr oder weniger Leben und Sterben hatten sie alle die Schnauze reichlich voll von ihrem göttlichen Auftrag und waren außerdem unmenschlich genug, um nicht mehr mit normalen Menschen verwechselt zu werden.
Ich sag's nochmal, die Orks kamen als Ziel nicht für mich in Frage – Ihr habt hoffentlich auch Eurer Großmutter gelegentlich beim Geschichten erzählen zugehört und die wird Euch bestätigt haben, daß sich das Schicksal immer gegen einen wendet, wenn man solches verteufeltes Zeug nicht mit gutem Gewissen einsetzt. Für so was hätte es einen anderen Idioten als mich gebraucht.
Also hab ich mir einen Waffenrock von den Wächtern geben lassen mit ihrem Symbol drauf, und hab das Siegel erbrochen und die Seuche auf die Wächter gelenkt. Während die Söldner wieder angriffen stürmten die Wächter an unserer Seite mit vor auch wenn die Wirkung der Krankheit fast unmittelbar einsetzte – die meisten waren fest entschlossen, einen schnellen und sauberen Tod durch ein Schwert zu suchen statt elendiglich an einer Pestilenz zu verrecken. Diejenigen, die zu gut gekämpft hatten und die Schlacht überlebten, denen leisteten einige von uns am Ende noch Sterbehilfe. Ihre Überreste wurden hinterher auf einem großen Scheiterhaufen verbrannt, nur zur Sicherheit und weil wir gerade am Brandstiften waren mußte wohl auch die Bibliothek dran glauben – ein paar hatten behauptet, das Zeug da drin sei bestenfalls uninteressant und schlimmstenfalls gefährlich – aber fragt mich bloß nicht wer genau das zu verantworten hatte. Ich kann ja noch nicht mal richtig lesen, also ficht mich das wenig an.

Inzwischen sieht Tamila, die mein Diktat aufschreibt schon so aus, als wolle ihr demnächst die Hand abfallen und außerdem schreit ihr Kind. Ihr seht, es gibt wichtigere Dinge, um die wir uns jetzt zu kümmern haben und falls Ihr noch was Genaueres wissen wollt könnt ihr mich ja auf unserem Winterlager nett fragen.
Ein letztes noch:
Ihr könnt mir glauben, daß es mir nicht leicht fiel, ein Volk auf diese Weise auszurotten, auch wenn ich die Wächter nicht besonders gut leiden konnte. Ich hab mich nicht darum geschlagen, es zu tun aber ehrlich gesagt schien ich mir selbst die einzige zu sein, der ich in dem Fall voll vertrauen konnte, das Ding mit möglichst wenig Schaden für irgendwen einzusetzen und die Wächter waren ja längst überfällig. Und ohne das Artefakt waren sie ja auch komplett überflüssig also bedingten sich die Vernichtung des Artefakts und die Vernichtung der Wächter irgendwie gegenseitig und schien logisch zu sein. Gäbe es einen Gott an den ich glauben würde, würde ich mich jetzt wohl bei ihm ausheulen. Da das nicht der Fall ist muß ich selber damit fertig werden, aber der erste, der mir vorwirft, ich hätte die falsche Entscheidung getroffen mag mir sagen, was seiner Meinung nach richtig gewesen wäre, mir mit dem Schwert Rede und Antwort stehen oder von mir aus am nächsten Krug Bier ersticken.
Weiterhin viel Glück mit den Orks.

Hochachtungsvoll

Maeve

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Maeve Offline

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24.11.2009 13:39
#26 RE: die Chronik der Arena der Gladiatoren antworten

Nach den Sturmlanden (Spätherbst 2009)

Gerade sind Kul, Raven und Maeve endlich wieder bei den Wagen der Arena angekommen, nachdem sie einen kurzen Ausflug in die Sturmlande unternommen haben, wo sie eigentlich auskundschaften wollten, ob das alljährliche Sturmlandfest vielleicht eine gute Gelegenheit wäre, um einmal mit der Arena dort aufzuschlagen. Nachdem sie ihr Gepäck ins Zelt geschmissen hat läßt sich Maeve erschöpft auf einen Strohballen plumpsen und nimmt dankbar einen Becher heißen Met entgegen und hört eben noch Kuls Antwort auf die Frage von Tamila :...“nein, ich denke eher nicht.“
Sie sieht hoch: „Hey, ein bißchen genauer solltest Du schon werden. Schließlich wollen hier die meisten vermutlich doch wissen, wo sie eher nicht hinsollen.“
Kul winkt ab: „Na, dann schieß doch los. Kannst es doch sowieso kaum erwarten.“
Aber erst nachdem alle sich einigermaßen bequem in die Runde gehockt haben und die Metflasche kreist, fängt Maeve an zu erzählen.

„Naja, Raven war ja knapp vor uns da aber alles was sie Neues zu berichten hatte war, daß sie einen alten Alchimisten namens Marek der Ältere getroffen hatte, der ihr ein paar Grundlagen des Heilens beizubringen bereit war. Hmmpf, ich muß schon sagen, von sich überzeugt war der Mann. An zwei Universitäten studiert und hat auch jede Verwundung zu einer Vorlesung genutzt. Als ob man unter Feldumständen zu so etwas Zeit hätte. Na egal. Das ändert nichts daran,“ sie funkelt zu Raven hinüber,“ daß Du immer noch jedes Mal vergißt, die Wunde zu reinigen. Und Ausbrennen ist nicht immer eine Lösung!“ Maeve zieht verärgert die Nase hoch und fährt fort.
„Jedenfalls war eine Hochzeit angesagt zwischen – nun haltet euch fest, der Schwester des Königs und dem Orkhäuptling der Shalimar. Ich hab selten so einen Haufen Orks aufeinander gesehen wie dort – vielleicht abgesehen vom Drachenfest. So wie es aussieht sind die in den Sturmlanden nicht nur geduldet sondern auch mehr oder weniger gleichgestellt mit den restlichen Völkern. Könnte Morkai gefallen dort. Ärger gab es natürlich reichlich. Da war die Sache mit dem Zwölferrat und ihren magischen Stäben. Laßt mich überlegen...die Sache ging auf irgend eine uralte Legende zurück, derzufolge einst ein mächtiger böser Schwarzalbenholzbaum auf dem Platz der Burg stand, in den ein Einhorn sein Horn rammte und es dort verlor. Nach vielen hundert Jahren, nachdem dort wieder etwas wuchs, wurden aus dem Holz und dem Einhorn-Horn die Zauberstäbe erstellt und an den Rat der Zwölf weitergegeben, die das Land regieren. Der König ist übrigens gewählt. Jedenfalls waren ein paar der Räte in einem magischen geheimen Raum eines verstorbenen Magiers verschwunden, die Stäbe natürlich auch weg und ein paar ätzende Wolfsviecher aufgetaucht. Inzwischen gingen Gerüchte um, daß etwas Böses dabei war, die Stäbe für ein finsteres Wiederauferstehungsritual zu benötigen. Aber so etwas hat ja noch nie jemandem am Feiern gehindert und dementsprechend wurde also am Abend die Hochzeit gefeiert und die Schwester des Königs mit dem Urukhäuptling Ushnotz verkuppelt. Ich würde ja jetzt gerne behaupten, daß die Prinzessin ein Gesicht gemacht hat wie Dickmilch beim Umkippen aber neee, die hat freiwillig Ja gesagt und sah noch nicht mal unglücklich aus. Und Ushnotz hat gegrinst wie ein Elf auf Tannensprossen...Der Goblinshamane der dieses Werk verbrochen hat war aber offenbar nicht so ganz glücklich damit und hat Ushnotz am Ende der Zeremonie bis ins ungefähr hunderte Glied verflucht, daß er niemals Nachkommen haben würde. Dann gab es natürlich ein bißchen Theater und die anwesende fanatische Lichtdose, der Lektor, der wohl nirgendwo fehlen darf hat die Leute in der Kapelle zusammengepfiffen und die Leute beschworen, mit der grünen Pest ein für allemal Schluß zu machen. Vermutlich war er nur auf die Prinzessin scharf aber wie man es sich denken kann haben die sich doch tatsächlich im Burghof gegenseitig auf die Fresse geschlagen. Die Orks haben gewonnen. Keine Fanatiker mehr unterwegs. Der Hauptmann der Wache hat dann verkündet daß man sich am nächsten Tag dann gemeinsam auf den Weg machen wollte, um...äh...keine Ahnung, warum aber irgendwie ging es darum, daß ein oller Einsiedler im Wald genauer Bescheid wüßte und den galt es aufzusuchen.
Am nächsten Morgen qualmte mitten im Burghof ein großes schwarzes Dimensionstor vor sich hin und röchelte und stieß schwarze Wolken aus und wirkte insgesamt ziemlich bedrohlich und bodenlos. Ich hab versucht das Teil zu analysieren aber es war schwarz, gefährlich, etwas großes, unsagbar Böses saß drin und wollte raus und wurde immer mächtiger. Also bloß nicht anfassen oder reingucken.
Blieb immer noch der Einsiedler. Wie ihr euch denken könnt ging das nicht so leicht, den zu finden denn der Alte hatte nichts Besseres zu tun gehabt, als einer Räuberbande in die Hände zu fallen, die sich in einer alten Burg verschanzt hatten. Also mußten wir ihn da freiprügeln. Wenn ihr mich fragt, hat dieser König mit seinem Rat das Land alles andere als sicher im Griff.
Dann wurde der Alte erst einmal gelöchert. Leandra hat sich währenddessen mit dem Totenschädel des alten Königs Hektor unterhalten, der da als eine Art Heiligtum auf dem Burghof aufgestellt war. Sein Geist schwirrte wohl noch, wenn auch reichlich verwirrt, in ihm herum und es kam wie es kommen mußte, die Kleine hat mal wieder alle Schätze abgestaubt, die im Umkreis von zehn Meilen zu finden waren. Wenn ich es nicht besser wüßte würde ich sagen, die hat Zwergenblut in sich. Sag mal, Kul, wo genau hast Du gesagt kommst Du her?“
Maeves Grinsen verblaßt als ihr Mann ihr wieder einen seiner Todesblicke zuwirft und sie verdreht die Augen und beeilt sich, weiter zu erzählen.
„Das Ergebnis vom Lied, also so weit ich das mitbekommen habe – unsereins kriegt ja nicht alles erzählt – war, daß, hmmm, ach ja, fragt mich nicht wie, aber irgendwie waren jetzt alle zwölf Stäbe abhanden gekommen. Im Tor saß ein finsteres Wesen, das wir der Einfachheit halber den Schwarzen Lord getauft haben und würde heute Abend mal den Kopf rausstecken um alles abzumurksen, was ihm vor die Klauen kam. Unbesiegbar, unverwundbar, untötbar und im Besitz der zwölf Stäbe. In Begleitung von Spinnenfrauen, die alles in den Bann ziehen und auf ihre Seite zwingen, was ihnen zu nahe kommt. DAS war glaube ich der Augenblick, in dem Kul mit ein paar netten Seefahrern mit dem Wappen eines Salamanders in Verhandlungen stand, die ihre Schiffe unten am Hafen liegen hatten und wir waren uns einig, im Falle eines Nichtgelingens die Beine in die Hand zu nehmen und uns dünne zu machen. Dann kam aber allmählich noch ans Licht wie der dunkle Lord eventuell zu besiegen wäre. Laßt mich mal überlegen...also...man mußte ihm die zwölf Stäbe heimlich wegnehmen. Um das zu schaffen mußte man natürlich unverwundbar gegen seine Kreaturen werden, um sich durchschleichen zu können. Dazu gab es eine Kette, die den Träger ganz genau eine Viertelstunde lang schützen würde. Ein einziger Champion konnte gegen den dunklen Lord antreten und zwölf Stabträger mußten sich finden, die die Stäbe mit der hellen Seite in der Hand auf ihn richten mußten, damit er - ach, was weiß ich , von positiver Energie erfüllt in der Lage wäre, den Schwarzen Lord zu Klump zu schlagen. Natürlich würden überall die Viecher angreifen und so mußten die Fackelträger geschützt werden und der Rest der fähigen Leute mußte versuchen, die Viecher wegzulocken und wegzuprügeln. Ich hatte selbst noch im Hof vier magische Bannkreise gezogen, die eigentlich dazu gedacht waren, die Spinnenfrauen einzusperren, falls sie so blöd sein sollten, sich dort hin locken zu lassen. War auch eine Stunde Arbeit. Kul hat sich genau wie der Orkhäuptling erfolgreich davor gedrückt, den Champion zu machen, wofür ich ihm sehr dankbar bin. Erwischt hat es dann einen von den größeren Orks mit der undankbaren Aufgabe. Naja, wir waren ganz schön nervös...und als es dunkel war ging es schließlich los. Das Tor machte einen Riesenaufstand, qualmte, röchelte,.... und dann kam plötzlich eine Art Vorhut von finsteren Wesen aus dem Nichts irgendwo anders her gestürmt und mähte erst einmal durch unsere Reihen. Das hat uns dann doch ziemlich überrascht. Nicht einmal auf Schwarze Tore kann man sich mehr verlassen. Natürlich hatten wir die beknackte Kette dann auch sofort aktiviert und konnten nur noch beten, daß sich der Schwarze Lord nicht zu lange Zeit lassen würde, um seine Krallen zu wetzen. Unser kleiner Ork, Krak, hieß er glaube ich, ein guter Juggerläufer übrigens, rannte also erst einmal vergeblich auf der Suche nach den Stäben durch die Reihen. Nachdem die Hälfte von uns am Boden lag – ach ja, die Bannkreise haben diese ach so mächtigen Wesen natürlich mal wieder keinen Deut interessiert, wieder eine Stunde Arbeit umsonst – kam dann also der schwarze Lord höchstpersönlich, um sich seine Schlacht mal anzusehen. Krak hat es dann tatsächlich durch alle Reihen geschafft, an ihn ranzuschleichen und ihm die zwölf Stäbe zu entreißen. Ich hab selten einen Ork so rennen sehen. Er hat's dann geschafft, uns -äh ja, ich war zum Stabträger mit abkommandiert worden, fragt mich nicht, wie das passieren konnte, wenn man sich einmal freiwillig für etwas meldet (wie mit den Bannkreisen) wird man plötzlich für jeden Scheiß eingeteilt, ob man will oder nicht! Und leider hatte ich ja meine Heilersachen in meinem Zelt liegen gelassen, konnte also nicht mal eine einzige Wunde verbinden. Also, wir bekamen die Stäbe in die Hand gedrückt und dann wetzte auf einmal ein Riesenwolf die Treppe hinauf. Wir stoben also wie kreischende Pensionatsmädel in die Schmiede und verbarrikadierten uns da drinnen bis die Luft wieder rein war. NEIN, ich hab nicht gekreischt, hört mal, für was haltet ihr mich, aber der Rest bestand eben aus Heilern und Barden und einem roten Elf und die haben eben gekreischt wie sie es immer tun! Dann folgte der Endkampf des Orkchampions gegen den schwarzen Lord und wir mit unseren Stäben drumherum. War geradezu episch. Der Ork hat das Vieh zurück ins Tor getrieben und aus war's. Dann wurden erst einmal die Stäbe wieder eingesammelt und sollten eigentlich vernichtet werden. Nachdem aber der komplette Rat samt König und fast allen Bediensteten noch irgendeiner merkwürdigen Seuche zum Opfer gefallen war und alle im Bett lagen – die nannten das die Sturmlandpest, zieht da wohl regelmäßig einmal im Jahr durch – kamen sie nicht mehr zum Unschädlichmachen und hielten es für eine bessere Idee, die Stäbe an – äh, - vertrauenswürdige Leute zu verteilen. Ich meine, die Teile sind ziemlich mächtig, und man kann mit ihnen ganz schönen Mist bauen. Einer für sich allein verstärkt die Magie aber wenn man sie zusammenbringt fangen sie an sich zu potenzieren...Ihr könnt euch vorstellen, daß ein einziger mickriger Feuerball mit allen zwölf Stäben ausreichen würde, um eine komplette Festung in Schutt und Asche zu legen, samt aller Dörfer drumherum. Die Weisung war, einen Weg zu finden, die Dinger zu zerstören, aber ich fürchte, das wird nicht so leicht...“ Maeve kriegt einen sehr abwesenden Gesichtsausdruck und ihre Stimme wird leiser, „....abgesehen davon, daß diese Artefakte wirklich, wirklich nützlich sind...“
Sie kommt mit einem Ruck in die Wirklichkeit zurück. „Naja, also das war's. Wir haben ein paar wirklich nette Leute kennengelernt, mal sehen ob sich der eine oder andere auf dem Winterlager blicken läßt. Der rote Elf, wenn ich auch seinen Namen immer vergesse, ein Phönixmagier und seine Eismagiergefährtin...die Salamanderseefahrer...und...oh, da war ein Barde, ...wartet nur, bis ihr ein paar neue Liedererrungenschaften hört, ihr werdet es lieben!“

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Kul Offline

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20.12.2009 12:46
#27 RE: die Chronik der Arena der Gladiatoren antworten

Das Wintertreffen bei Ritter Finatus:

Kul, Maeve und Miro waren beim allejährlichen Winterfestessen bei Ritter Finatus eingeladen. Es war ein schönes Mahl in angenehmer Gesellschaft (u.a. Freiherr Mira Tentrakon, Freifrau Briseis, Freiherr Dragan, Fraufäulein Dana, Raihana und Ritter Finatus) das mit einem Gang über einen verschneiten Markt abgeschlossen wurde.

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Gwen Offline

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21.06.2010 15:37
#28 RE: die Chronik der Arena der Gladiatoren antworten

Zeit der Legenden (2.-6.6.2010)

Im Frühsommer fanden sich Miro, Goorrr und Gwen eines Abends unversehen auf einem Schlachtfeld wieder. Wie sie später herausfanden, waren sie in die erste Drachenwelt geschickt worden, weil die Kaiserin dort die Drachen um Hilfe gerufen hatte, da die Angriffe des Kupfernen zu stark wurden.

Dort trafen sie tatsächlich auch Zehir und einen der Schüler seiner Akademie, zwei Anduriner Amazonen, weitere Anduriner, die Sturmbrecher, Hagen den Champion des blauen Lagers, Arinea die Championess des grünen Lagers und einige Weitere, die sie bereits von den Drachenlanden kannten - die Drachen scheinen immer wieder die gleichen Leute zu belästigen.
Da die Kaiserin behauptete, nicht in der Lage zu sein, die herbeigewünschten Menschen wieder heimzuschicken, blieb uns kaum was anderes übrig, als die Stadt Weltenwacht mit zu verteidigen, in der Hoffnung, dass wir dann wieder heim dürfen.
So halfen wir beim Heilerschutz, spielten Magierschutz für Zehir - fast so schlimm wie bei Salem - krochen durch ein halb eingestürztes altes Labor, versuchten Untotenpriestertempelwächterhundsköpfe und was sonst noch so kam zu erledigen.. bis wir am Morgen nach einer grossen Schlacht endlich wieder bei der Arena aufwachten.

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Gwen Offline

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28.06.2010 10:26
#29 RE: die Chronik der Arena der Gladiatoren antworten

Aerion 4 (25.-27.6.2010)

Die Arena befindet sich langsam aber sicher auf der Reise Richtung Dracheninseln. Während sie durch die Baronie Magnar im Lande Aerion zieht, hört sie den Ruf eines Händlers namens Gavini nach Söldnern. Seine Tochter ist entführt worden, sie soll gefunden und zu ihm zurückgebracht werden. Nachdem es ja sein könnte, dass man sich quasi im Vorbeigehen noch ein paar Münzen verdient, entschliesst sich die Arena, ihren Weg entsprechend zu legen.

Erstaunlich ist, wer da alles als "Söldner" auftaucht. Ein grosser Trupp der Sturmbrecher samt einer Priorin, die wohl was Höheres im Orden sein muss. Dass die sich als Söldner verdingen... erstaunlich. Eine Bande Magier. Und auch Lady Xanya treffen wir wieder, diesmal weniger... adlig... und in einem Trupp namens Oisin Sa´ar.
Die Anwesenheit von Tenebra und Imir war weniger erstaunlich, die scheinen immer da zu sein, wo etwas Seltsames passiert. Und Imirs Theorien sind wirklich... sagen-haft.

Der Wald beherbergte jedenfalls fast mehr Räuber als Bäume. Aber alle behaupteten, dass die Tochter nicht bei ihnen sei. Wegezoll wollten sie alle, Lösegeld seltsamerweise nicht. Und: Sie warnten uns, nur im von ihnen beherrschten Waldteil rumzulaufen, im anderen wären Werwölfe. Irgendwie ging das alles nicht voran, so nahmen wir den Auftrag eines Mannes an, der im Namen der nächsten Magierakademie ein Turnier durchführen lassen wollte, um dem "Held" des Turniers dann einen Becher der Heilung zu schenken.
Kurz vorher kam eine ziemlich verletzte Ariann auf uns zu. Maeve und Miro hatten sie bereits einmal kennengelernt, anscheinend war sie auch Opfer der Räuber geworden. Wir kümmerten uns um sie, dafür hat sie beim Turnier als Schreiberin geholfen.
Dorian Skir, ein Krieger der Oisin Sa´ar und nebenbei bemerkt der elfischste Mensch, den wir je sahen, gewann das Turnier. Als er seinen Preis in der Taverne abholen sollte, roch es schon stark nach Falle. Aber er ging mit dem "Becher" hinaus. Der Mann - die Leute der Magierakademie waren nie aufgetaucht - behauptete, er müsse unsere Bezahlung erst im Zelt holen. Als er rannte, stürmten wir natürlich hinterher, doch zu spät, er hatte Dorian schon einen vergifteten Dolch in den Bauch gerammt, doch er selbst überlebte das nur Sekunden, bevor Dorian ihm die Kehle aufschlitzte.
Maeve und Raven, dann auch Eilid - die Heilerin der Oisin Sa´ar, und Benorgas, Dorians Bruder, bemühten sich um Dorian, doch nichts half, erst kamen zwei Feen und der Leichnam des Betrügers verschwand, dann kamen sie wieder und holten auch Dorian. Die Oisin Sa´ar waren entsetzt.
Doch wenig später wurde Dorian zurückgebracht. Trotzdem er von seinem zu Tod erschreckten Bruder eine ordentliche Ohrfeige abbekam, musste er lachen. Der Betrüger war ein Magier, der Feen sehen wollte. Und beim Tod von Helden kommen die Feen. Nur darum hatte er uns angestellt, beim Turnier einen Helden zu finden. Doch nachdem er nun tot war, hatte er nichts mehr davon.

Wir haben dann noch versucht, bei der Hilfe nach der Tochter zu helfen, aber ausser von den Räubern zusammengeschlagen zu werden, eine Karte und einen Feenbaum zu finden, war erstmal kaum was zu machen. Die meisten von uns waren dann nicht mehr kampffähig, nur ein paar gingen noch mit, als der Großteil des Lagers aufbrach in den Bereich der Werwölfe - die sich dann gar nicht als solche herausstellten, sondern als Rani, eine alte Wandlerrasse, die sich auch als Tierwesen noch unter Kontrolle haben. Die Tochter war inzwischen eine von ihnen, eine Füchsin, die ihre Eltern zwar liebt, aber bei ihresgleichen bleiben will. Der Vater verstand das nicht so wirklich...

Von der Wirtin wurde noch unser Feuermagier gebeten, seine Geister bei der Eröffnung der Taverne, die erst mit uns dort angekommen war, tanzen zu lassen.

Am nächsten Tag war auf einmal die Füchsin im Lager, gejagt von einer Schulklasse der Magierakademie. Der Akademie, von der der Betrüger des Vortags kam. Es dauerte nicht lange, bis klar war, auf wessen Seite wir stehen. Die Schulklasse zog dann unzufrieden ab, der Vater freute sich, seine Tochter zu sehen und wollte sie mitnehmen. Bis ihr neuer Freund, ein Wolfs-Rani kam. Einer der Oisin Sa´ar musste den Händler schliesslich niederschlagen, damit er nicht noch versuchte, sich allein mit dem Wolf anzulegen.

Danach war klar, dass wir hier kein Geld mehr verdienen konnten, wir packten unsere Wagen und zogen los.

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Gwen Offline

Arenabiest und Forenmistress


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02.08.2010 11:33
#30 RE: die Chronik der Arena der Gladiatoren antworten

Drachenfest 2010 (28. - 31.7.2010)
von Maeve:
Von den Drachen mal wieder nach Irgendwo teleportiert findet sich die Arena in Aldradach am alten Standort wieder. Mit dabei von der Partie sind diesmal auch ein paar neue, die Fee Lin, die äh - freischaffende Auftragsausführerin Ariann, die Goldschmiedin Rhuna und ein ausgeraubter Händler namens Hagen. Aldradach erwacht zum Leben und als erstes findet sich eine Bedienstete des Freiherrn von Tiwa mit dessen kostbaren Erben im Tragetuch ein, die die Arena anfleht, sie zum Lager der Tiwaner zu begleiten wo der Frieherr gar nicht begeistert ist seinen kostbaren Nachfolger mitten im dicksten Getümmel wieder zu bekommen, wo er ihn doch heil und glücklich daheim in Tiwa wähnte.
Die Tage vergehen mit den üblichen Kampfshows und abendlichen Feuern und Feiern. Der Trompeter von Aldradach hat aufgerüstet aber nach einer anständigen anonymen Spende (von wem bloß?) an die Armenspeisung der Stadt verschwindet zumindest eine der Trompeten auf mysteriösem Wege. Gleichzeitig bekommt der höchst ehrenwerte Richter Zenobius Pfeffersack, der neben der Arena im Albatros logiert ordentlich von der Arena die Hand gedrückt, um im Zweifelsfall sehr abgelenkt ("Ich kann sehr konzentriert die Zeitung lesen wenn es sein muß.") und gegen später wohlgesonnen zu sein, was sich auch als bitter nötig erweist, denn ein frühmorgendliches Attentat mit Pfeil und Bogen auf die Truppe um den Trompeter (die auf immerhin 10 Schildwachen angewachsen ist - war wohl bitter nötig) bringt die Wachen dazu, kurz darauf Maeve verhaften zu wollen - was erfolgreich von Leandra verhindert wird, die beim Gedanken an ihre Mutter im Gefängnis in Tränen ausbricht. Zu schade, denn ansonsten hätte Maeve sie mitgenommen und die Wachen gnadenlos ihren Händen ausgefliefert. Binnen einer Stunde hätte man sie des Gefängnisses verwiesen und sie angefleht, niemals wieder zu kommen. Man einigt sich am letzten Tag mit dem Trompeter auf ein Gentlemens agreement, als die Stadtwache ihr Altmetall wiederhaben will, das merkwürdigerweise den Weg in unsere Zelte gefunden hat. Die Trompete wird künftig maximal auf dem Marktplatz zu hören sein und nicht wieder genau vor den Zelten der Arena, was ja auch als Hörprovokation einzustufen ist, weshalb der Zusammenstoß mit den Wachen vom Richter als akustisch induzierter Unfall abgetan wurde.
Viele Trainingseinheiten wurden gegeben, darunter beim Mash ("Ach, ihr seid das, bei denen wir Training hatten? Übrigens unvergleichlich viel besser als bei der Kriegergilde!") und im Lager des Silbernen wo uns die Yoshidas dazuholten. Und uns hinterher zum Mittagessen einluden. Das zeugte zwar von großer Gastfreundschaft aber für das merkwürdige Essen konnte sich keiner der Gladiatoren so recht begeistern. (IT Maruk beim Anblick der Nudelsuppe: "Wie zum Teufel haben die es geschafft, mit so einem Schlabberkram solche Krieger zu werden? Und wo ist das Fleisch?" Als dann die Dame der Yoshida meinte, es sei durchaus Fleisch enthalten, es sei nur sehr klein führte das zu einem Verständigungsproblem, denn als jemand kleines Fleisch hörte begannen wir zu argwöhnen, daß die Yoshidas die überall präsenten Mäuse einer bestimmten Verwendung zuwiesen und uns verging der Appetit. Das Essen mit diesen verdammten Stäbchen gestaltete sich denn auch als sehr mühsam.)
Tapfer stand Agerius zwei Lehrgänge unter der Leitung eines höchst motivierten Herrn der Kriegergilde durch - allein dafür müßte man ihm einen Tapferkeitsorden verleihen. Besagter Herr wurde beim Abschlußfest zwangsweise mit einem kleinen Trank außer Gefecht gesetzt, nachdem er mehreren Arenaten eine Stunde lang das Ohr abgekaut hatte.
Es kam zu zwei Arenaherausforderungen, einmal vom Daimyo der Yoshidas - als Kul und er gegen einander antraten artete das wieder in einem bösen körperlichen Zusammenstoß und einem Unentschieden aus und einmal vom Salt McPepper, dem Koch des Mash, der es tatsächlich auch schaffte, bis zu Kul vorzustoßen, gegen den er dann aber ruhmreich unterging.
Die Ladies night war wieder ein voller Erfolg und von den Damen mehr als gern angenommen, diesmal gab es auch lohnenswerte Preise zu gewinnen.
Auch das Turnier der Champions und das Turnier der Kriegergilde wurden wieder in der Arena ausgefochten. Würger hatte einen netten kleinen Infight mit einer Tieflingsfrau, die sich kurzerhand in seine Kronjuwelen verbiß und den Kampf schnell aber unfair für sich entschied. Die darauffolgende Operation sparte dann auch nicht an bissigen Kommentaren und krampfhaften Lachanfällen ("Das Ding ist im Sack!"). Immerhin scheint wieder alles zu funktionieren. Der Rote Avatar gab sich wieder die Ehre und sogar Leandra traute sich zu ihrem erstem Kampf vor Publikum gegen Willow Mc Fly in die Arena.
Für die Endschlacht entschieden wir uns für das großzügige Angebot des Freiherrn von Tiwa. Clan Yoshidas Angebot war zwar schmeichelhaft, aber finanziell zu wenig einträglich, das Angebot des Blauen Lagers zu fantastisch um wahr zu sein, dessen Ablehnung stellte sich hinterher als weiser Zug heraus, denn das Blaue Lager ließ kurz darauf auch die eigentlich angeheuerte Kriegergilde schmählich hängen. Gerüchte bessagten, daß das Lager insgesamt viel zu blau sei um an der Endschlacht überhaupt teilnehmen zu können.
Obwohl zu Beginn gar nicht begeistert vom Gedanken an eine Schlacht nahm der Geist der Arena auch von Rhuna und Lin Besitz, die bald darauf schon sinnend über ihre erste Waffenerwerbung da saßen und darauf geiferten, sich in die Reihen zu stürzen.
Wir sind viel gelaufen in dieser Schlacht - sehr viel. Kul hat es irgendwie geschafft, zumindest den Anschluß an die Truppe nicht ganz zu verlieren, an die wir eigentlich zu Beginn hinten angeschlossen waren. Zu Kampfhandlung kam es für uns kaum. Erst einmal sind wir eine Menge gelaufen und immer hinter den Linien her. Irgendwann stand der Goldene Avatar mit seinem Fähnlein alleine da und weil er sonst keinen seiner Leute mehr da hatte hat er uns mal eben rekrutiert und so haben wir murrend mal wieder eine Fahne bewacht, uns allerdings bei der ersten Gelegenheit, zu der es unauffällig möglich war wieder verdrückt. Agerius war mit Kuls Kommando nicht glücklich weil es für seinen Geschmack mal wieder zu wenig zu Schlagen gab, also rannte er innerhalb unserer Gruppe schäumend und knallrot im Gesicht herum und giftete wie ein Zwerg auf Goldstaub. Kul scheuchte ihn daraufhin in die erste Reihe, weil in unserem Rücken etwa 50 angeblich neutrale Orks standen, die aber offensichtlich nur darauf warteten, daß einer von uns zu blöde sein würde, um den Frieden zu halten und ihnen einen Grund geben würde, über uns herzufallen. Agerius schien da der perfekte Kandidat, also weg mit ihm. Als wir es dann geschafft hatten, den Klauen des Goldenen zu entrinnen (wobei unser Einsatz für seine Fahne immerhin nicht unbemerkt von statten ging) versuchten wir das zu tun, was wir als Plänkler eigentlich tun wollten und so gingen wir, als die letzten Soldaten von Rot und Gold aufeinander losgingen (man hatte das Gefühl, der Rote Avatar hatte die ganze Zeit nur abgewartet, um sich dann über den letzten übriggebliebenen Haufen herzumachen und ihn in den Boden zu stampfen - nicht sehr ehrenhaft, dafür effektiv), in einem Bogen um die Flanke des Gegners herum und fielen der Reihe dort in die Seite. Dann ging alles ganz schnell. Kul war innerhalb von Sekunden in ein Ehrenduell mit einem Typ mit Stangenwaffe verstrickt und Würger war ebenfalls mit irgendeinem privat zugange, der Rest kloppte sich mit den paar Hanseln, die bemerkt hatten, daß wir ihnen in den Rücken gefallen waren. Jedenfalls war da jede Kommandostruktur flöten. Maeve kippte um ohne einen Schlag ausgeteilt zu haben, von einem Pfeil in den Bauch sauber außer Gefecht gesetzt und Gwen wurde etwas später in Stücken vom Schlachtfeld aufgespachtelt. (Ich stand da also mit gekreuzten Armen auf dem Schlachtfeld in einiger Entfernung herum uns beobachtete das Getümmel, als sich plötzlich irgend so einen Nase von hinten an mich heranschleicht, mir ein Messer an die Kehle setzt, "Kehlenschnitt" flüstert und zufrieden aussieht. Hab mich dann nur umgedreht, ihm mit großen Augen die gekreuzten Arme gezeigt und gemeint: "Netter Versuch, leider zu spät!", worauf er meinte:"Oh Menno, verdammt, das hab ich doch von hinten nicht gesehen!!!" und beleidigt von dannen stapfte).
Der letzte Abend wurde gemeinsam mit dem Albatros beschlossen, das Arenainnenrund abgerissen und Platz geschafft für das erste Aldradacher Stadthocketse und einem leckeren gemeinsamen Abendessen. Erst als es anfing zu regnen wurde das Fest kurzerhand abgebrochen, der Barde des Albatros verzog sich in die Taverne und die Arena fand sich nebst einigen Gästen noch in der Jurte zusammen.

Dobby wurde in die Arena geschleift und die Medusa auf ihn losgelassen. Da er dummerweise vergaß, die Augen zuzumachen, weil er sie vor Entsetzen ganz groß aufriß kippte er binnen Sekunden wie der sprichtwörtliche Stein um. Trotz dieses kläglichen Versagens wurde die Medusa daran gehindert ihn aufzufressen und weil die Arena auf ihren allerliebsten Hauselfen nicht verzichten mag bekam er sein Branding.
Ariann wiederum wurde zum Ausmisten des Minokäfigs fortgeschickt, dummerweise riß sich der Mino los, aber das Mädel schaffte es, ihm irgendwie zu entkommen, vermutlich war das Biest nach dem dunklen Käfig vom strahlenden Sonnenschein geblendet und konnte nicht viel sehen - all das half ihr aber nicht viel, als sich die Arena auf sie stürzte um ihr das Brandzeichen auf den Arm zu drücken, nachdem sie die Minoprobe mit Bravour bestanden hatte.

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Maeve Offline

Chef-Chefin


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29.08.2010 21:44
#31 RE: die Chronik der Arena der Gladiatoren antworten

Nögge (Tschuldigung, es ist entsetzlich lang geworden aber es waren ja auch zehn Tage..):
So, da waren also Kul, Maeve und die Familie einmal gen Rethal gezogen, um sich dort umzusehen. Dummerweise hingen sie dort fest, weil sich Kul eine Beinverletzung zugezogen hatte und erst einmal nicht weiterreisen konnte (OT: Muskelfaserriß, IT: Muskelfaserriß)...
Wir trafen viele alte Bekannte wieder, darunter den netten Freiherrn von Felsental, samt hochschwangerer Gemahlin, und seinen Wachhauptmann mit Familie, Krak, der kleine Ork von den Sturmlanden samt Familie, ein paar bekannte Gesichter mit neuen Namen...und unsere flüchtige Arena Fee...
Und eigentlich war es zuerst auch ganz ruhig. Der Neffe des Rethaler Fürsten Rufus, ein gewisser Orain von Rethal, ein gnadenlos unterbelichtetes Exemplar von feiersüchtigem Adelsherrn hatte es endlich geschafft (vermutlich mit großzügiger Bestechung seitens der Familie) an der Rethaler Akademie seinen Abschluß zu bekommen, nach nur zehn Jahren Studium und nun wollte er feiern. Zu dem Zweck heuerte er dann auch Kul und Maeve an, ein Turnier zu seiner Belustigung auszurichten. Mit dem Silber, daß Maeve für diesen Dienst verlangte ist die Arena erst einmal wieder saniert auch wenn dem Verwalter des Vermögens die Spucke wegblieb. Besagter Herr war Cousin Konstantin des Orain samt Haushofmeister, der eigentlich das Geld zu verwalten hatte. Die beiden...äh...verstanden sich nicht besonders gut. Der Cousin mit Verstand aber nicht mit Macht ausgestattet, Orain mit Macht aber ohne Verstand, das konnte auch nicht gutgehen. Die beiden zofften sich jedenfalls bei jeder Gelegenheit.
Nachts ging im nahen Wald eine blaue Kugel aus dem Sternenhimmel nieder. Zwei Paladine einer Sonnengottheit, Morrigan und Ansgar (OT: Zu klasse die Spieler...Morrigan: "Ich bin eine große Freundin von blinden Aktionismus" erinnerte mich an Ishild wenn sie einen schlechten Tag hat, aber beide waren tatsächlich Paladine, mit denen man spielen konnte, wenn ihnen etwas nicht paßte, dann hieß es, na gut, macht euren Krempel und teilt und die Ergebnisse mit, wir wollen bloß nicht wissen, wie ihr an das Wissen herangekommen seid) haben sich das angeguckt und die Kugel angefaßt worauf sie verschwand. Konnte nichts Gutes draus werden.
Der nächste Tag gehörte den Wettkämpfen, Waffenwettkämpfe, ein Turnier, ein Bogenschießen, ein Bardenwettstreit (versucht doch zum Teufel mal, ein Loblied auf einen fetten, faulen und erzdämlichen Adligen zu dichten...da bleibt nur maßlose Übertreibung, wie von Lyn, der Kenderin und ihrer Freundin Esther oder getarnter Spott, wie von Maeve, jedenfalls gewannen beide Parteien) und ging eigentlich recht friedlich von statten. Abends tauchte ein dreigesichtiger Dämon auf und wurde, obwohl seine Neutralität recht bald festgestellt wurde mit Furcht und Ablehnung empfangen. Jedenfalls wollte keiner mit ihm reden und das frustrierte ihn maßlos, weil er doch so gerne Wissen sammeln wollte...ja klar...Zur Strafe brachte er später seine ganzen Geschwister mit..aber davon nachher mehr.
Ansgar und Morrigan waren jedenfalls noch im Wald unterwegs um einen Pflanze namens tödlicher Nieswurz zu finden, die sie nach Hause bringen sollten und fanden das Gewächs am Ufer eines Teichs, wo sie es einem Wassergeist abluchsen mußten. (OT: Völlig abgefahren, der NSC lag mit Tarnnetz und Taucherausrüstung inmitten der Schlingpflanzen in einem Tümpel, völlig unsichtbar und tauchte dann plötzlich auf, als die Spieler am Ufer standen, die sind vor Schreck fast umgefallen...die Touridämonen drumherum übrigens auch *g*). Am Abend hielt Orain eine flammende Rede, wo er verkündete, daß sein Onkel, der Rethaler Fürst Rufus bald kommen wollte und man bis dahin feiern sollte. Er vergaß nicht zu erwähnen, wie sehr er seinen Onkel mochte und daß er für ihn eine ganz tollen Flasche Wein als Geschenk versorgt hatte. Dann kam es noch zu einem gewaltigen Streit zwischen Orain und seinem Cousin, dem Konstantin von Krailstein, der in üblen Handgreiflichkeiten ausartete. Und später schaute auch der Wissensdämon vorbei und wurde wieder ziemlich ungehalten abgefertigt.
Ein paar heldenhafte Gestalten nahmen sich eines Loches an, in dem ein Ungetüm hauste, das den Bauern ein paar Schafe weggefressen hatte. Das Viech stellte sich als ein Riesenwurm heraus. Die Helden erschlugen das schleimige Vieh aber sie kamen in einem desolaten Zustand zurück (OT: Ein mit Schleim aus Stärke und Wasser eingematschter Tunnel und das Monster saß ganz unten...und es war so steil, daß ohne Seil keiner mehr rauskam. Man muß es gesehen haben um sich vorstellen zu können, wie die Spieler nachher aussahen...).
Am nächsten Morgen fand die Kenderin Orain tot auf seinem Zimmer, als sie ihn wecken wollte. Wie es der Zufall so will kam da gerade Maeve zurück aufs Zimmer, kriegte das mit und fand sich plötzlich unfreiwillig in der Rolle einer Leichenbeschauerin wieder. Zusammen mit einer ortsansässigen Magierin namens Yaxda und einem freiwilligen Helfer namens Hagrim untersuchten sie also die Leiche nach allen Regeln der Kunst, und zwar derart, daß dem armen Hauptbüttel Fritz, der mit dabei sein mußte, mehrmals das Kotzen kam. Die Obduktion erbrachte allerdings, das der Kerl gar nicht hätte sterben dürfen, weil er so pumperlgesund war wie es nur ging...dafür ergab später die alchemistische Untersuchung der Organe und des Blutes, daß der Gute an Gift krepiert war, an Gift, das sich in der Flasche befunden hatte, die er eigentlich seinem Onkel hatte schenken wollen. Blöd so was. Aber obwohl jeder Orain für eine absolute Flachnase hielt konnte er doch wohl nicht so blöd gewesen sein, seinen Onkel vergiften zu wollen und sich dann versehentlich selbst zu vergiften. Fragt nicht genau nach der chronologischen Reihenfolge, da gerät jetzt bestimmt ein bißchen was durcheinander, aber das ist nicht so wichtig. Jedenfalls war Büttel Fritz maßlos überfordert (und auch nicht gerade einen Geistesgröße) und die Suche nach dem Mörder blieb an uns allen hängen. Dummerweise ergab sich nichts Weiteres. Auch das Kästchen mit Privatbesitz, in dem sich ein netter Brief seines Onkels fand und ein paar wissenschaftliche Schriften, unter anderem Abhandlungen zum Thema Lykantrophie, was zu einer Menge überaus alberner Spekulationen führte, ergab keine haltbaren Ergebnisse.
Die Lasterhöhle öffnete seine Pforten, ein Ort, gegen den das Casino von Aldradach wie ein Kindergarten anmutete, was aber hauptsächlich an der Besetzung lag...üble Leute. (OT: Der schlimmste Fall von Gewandungscamperei, der mir je untergekommen ist. Wir sind alle entsetzlich böse, ziehen den Leuten das Geld aus der Tasche und sitzen ansonsten nur herum, und greifen in nichts ein, ganz besonders nicht, wenn man noch ein paar Leute gebrauchen könnte...sie haben sich mit der Art keine Freunde gemacht...das konnte man später noch feststellen.)
An einem Morgen waren ein paar in den Wald gegangen um Holz zu holen und bis zum Mittag hatten sie sich alle einen merkwürdige Krankheit zugezogen, die mit blauen Punkten und Schnupfen einherging und laut Wissensdämon (von der Kenderin kurzerhand wegen seines dreifachen Gesichts – OT: eine abartig gruselige Maske – Janus genannt) innerhalb von acht Tagen tödlich verlaufend. Und dummerweise ziemlich ansteckend bei Berührung. Also wurde kurzerhand ein Quarantänebereich in einer Ecke des Hofes eingerichtet und fieberhaft nach einer Lösung gesucht. Man rang sich dazu durch, mit dem Wissensdämon tatsächlich zu reden und ihm irgendwas zu erzählen, so lange es nichts Persönliches war. Gemeinsam mit dem Freiherrn und Kul stiefelte also Maeve zum Dämon als er nachts auftauchte, lieferte ihm die Geschichte vom Dornröschen und heiterte ihn damit so auf, daß er daraufhin recht bereitwillig Informationen zu der Krankheit ausspuckte (von der wir inzwischen ausgehen, daß er sie uns selber auf den Hals gehetzt hat), so daß die Alchemisten innerhalb kurzer Zeit eine Medizin zubereiten konnten, zu der auch die tödliche Nieswurz gehörte und die Pestkranken heilen konnten. Ab da war Janus recht friedfertig und gut gelaunt. Sein Bruder weniger. Der tauchte dann auch noch auf, ein durchgeknallter Kampfdämon, dem mit nichts beizukommen war obwohl sich Morrigan heldenhaft auf ihn stürzte und vor dem wir alle nur noch rennen konnten, bis er sich vor lauter Langeweile verzog.
Am nächsten Morgen wurde ersichtlich, daß jemand den Haushofmeister dabei beobachtet hatte, wie er mit einem Kästchen aus dem Zimmer seines Herrn geschlichen kam und in der Morgendämmerung im Wald verschwand. Dummerweise war er dann den ganzen Tag nicht mehr gesichtet worden...später kam heraus, daß das sein freier Tag gewesen war und er sich an einem Badesee herumgetrieben hatte aber da war sein Herr schon in üblen Verdacht wegen des Mordes geraten, ganz besonders weil er seinen Cousin ja verhauen hatte und weil er so gräßlich stolz war und sich keiner Befragung unterziehen wollte – nicht einmal durch die Obrigkeit (OT: da die Obrigkeit der Büttel Fritz samt seiner angeheuerten Miliz war kann ich den armen Mann sogar verstehen...)
Man begab sich auf die Suche nach diesem Kästchen und wurde im Wald fündig, nachdem man ein paar Höhlen durchsucht hatte, die dort in der Gegend gerne genutzt wurden. In dem Kästchen befand sich ein Fläschchen mit besagtem Gift und eine Chaosmünze (OT: Arghs, die Chaosmünze war einfach nur eine Goldmünze aus einem der südlichen Lande...sah dummerweise zu sehr nach Sturmbringer aus und hätte ich den Namen, der unten aufgeprägt war noch gesehen hätte mich das auch nicht weiter beruhigt, wie kann man ein Land nur Ariochia nennen???? Jedenfalls gingen wir die ganze Zeit von böser Chaosmünze aus obwohl die Münze so magisch war wie ein Stück Brot!). Und der Haushofmeister und sein Herr kamen in üble Bredouille und wurden schließlich erst einmal festgesetzt, was schon hart an der Grenze des Machbaren war.
Abends nervten der Wissensdämon und sein testosterongesteuerter Bruder...dann kam die kleine Schwester Frivolia dazu, ein Dämon der Lasterhaftigkeit und der Chaosdämon auf dem Musiktrip ließ auch nicht lange auf sich warten. Und so mußten wir Janus Stück für Stück das Wissen aus der Nase ziehen, wie man seine lästigen Geschwister wieder los wird.
Allmählich begannen die Überfälle durch Räuber im Wald. Gefährliche Gegend. Ein reitender Bote überbrachte die Nachricht, daß der Landesherr Rufus auf dem Weg sei und bald erwartet wurde. Dummerweise gab es da schon keine Autorität mehr, so daß der Herr von Felsental sich genötigt sah, gemeinsam mit Kul eine Art Ordnung aufrecht zu erhalten. Irgendwie wollte der Büttel Fritz den Baron nicht mehr festhalten und der wollte sich klammheimlich aus dem Staub machen. Man fing ihn ab und es wurde ein wenig unschön, denn bald lag der Baron niedergeschlagen auf dem Weg. War mal wieder Morrigan ein bißchen übereifrig gewesen aber man konnte ihn ja auch nicht einfach abhauen lassen. Also brachte man ihn wieder rein und währenddessen untersuchten Maeve und Hagrim der Waldläufer mal eben heimlich das Gepäck des Barons. Was sich da fand spottet jeder Beschreibung...und daraus entstand auch noch ein Spottlied auf den Rethaler Adel. (OT: Man gebe acht, was man gegenüber dieser Orga redet...Maeve kommt zurück zu der Versammlung und meint: „Na gut, wir haben sein Gepäck durchsucht und es war nix Interessantes drin...bis auf die rosa Spitzenunterwäsche!“ Schockiertes Schweigen. Dann Maeve: „Das war'n Witz, Leute!“ Erleichtertes Ausatmen. Die Orga: „MO-ment!“ Und fünf Minuten später stellt sich heraus, daß Maeve und Hagrim offensichtlich einen Beutel weiter unten übersehen haben, in dem sich...äh...ein Korsett und einige Seidenstrümpfe befanden...in Größe des Herrn von Krailstein. Der brach daraufhin schamesrot zusammen...IT wie OT...) Also war das Motiv klar: Ein Verbrechen aus Leidenschaft. Orain wußte entweder von der Veranlagung seines Cousins und erpreßte ihn damit oder aber sie waren ein Paar und deswegen mußte er sterben. Dabei wurde geflissentlich außer acht gelassen, daß die Flasche ja eigentlich für seinen Onkel gewesen war und Orain nur seine gierigen Griffel nicht von der Flasche hatte lassen können. Man spinnt sich eine Menge Mist zusammen, wenn der Tag lang ist aber das Gelächter war groß.
Dann hieß es, man müsse dem Fürsten zu Hilfe eilen, weil der belagert von einem Haufen Wegelagerer schon seinen kompletten Reisezug verloren habe und irgendwo im Wald feststecke. Also zog man los, den Fürsten zu befreien, in der Hoffnung, daß dann wieder jemand das Zepter in die Hand nehmen würde und kloppte ihn aus den Händen einer übereifrigen Diebesbande frei.
Man berichtete ihm von den bisherigen Ereignissen und Rufus kam zu dem Schluß (offensichtlich mag sich diese Familie nicht), daß der werte Baron von Krailstein weder erwiesenermaßen schuldig noch erwiesenermaßen unschuldig sei und man deshalb ein Gottesurteil sprechen lassen würde...oder ein Dämonenurteil. Er fand es sei eine gute Idee, seinen anderen Neffen dem Kampfdämon vor die Füße zu werfen, denn der hatte bis dahin nur ernsthaft angegriffen, wenn sich ihm ein Bewaffneter in den Weg stellte und irgendwie war die Information aufgetaucht, daß der Tod des Orain den Kampfdämon erst auf den Plan gerufen hätte. Naja, im Nachhinein muß man sagen, daß uns Janus nach Strich und Faden verarscht hat. Aber egal, zu dem Zeitpunkt waren wir auf ihn angewiesen. Jedenfalls ging die Sache so schief, wie sie nur gehen konnte. Inzwischen hatte der Kampfdämon nämlich an Macht zugelegt und etliche Leute drehten in seiner Anwesenheit hohl. So auch die Leibwächterin des Barons, die ihren Herrn erdolchte und dann selber umgeknüppelt wurde. Noch ein toter Baron. Wurde allmählich inflationär und die Fürsten knapp. Aber noch war ja einer da.
Wir erfuhren, daß man den geigenspielenden Chaosdämon (OT:der durchgeknallte Captain von den Sturmlanden, das Musikgenie und Mitglied der Band Methusa) am besten banne, in dem man ihn in einen Sängerwettstreit zieht. Haha. Man darf raten, an wem die Organisation kleben blieb. Und am nächsten Tag übte man. Maeve zog alle zusammen, die eine halbwegs taugliche Singstimme hatten, und übte mit ihnen mehrstimmig den roten Mond ein. Klang noch nicht mal schlecht, es hieß nämlich, daß Qualität zähle aber auch eine gewisse Quantität. Und Rufus der Fürst kündigte an, daß er demnächst gedenke, eine freudige Ankündigung zu machen. Das Verkünden freudiger Ankündigungen zieht in diesen Landen auf jeden Fall Unheil an wie ein Haufen Mist die Fliegen.
Zum Glück hatte Lyn Goldmaus, die Kenderin noch eine Art prophetischen Traum...ein Lied würde nicht reichen und wir sollten uns auf was gefaßt machen und müßten auf jeden Fall noch ein paar Lieder dazunehmen. Da war die Zeit aber schon ziemlich knapp. Also wurde noch schnell alles zusammengeholt was gröltauglich war. Und dann ging es auch schon los. Der Geigendämon tauchte auf, sprunghaft von Lied zu Lied springend auf seiner Geige fiedelnd und wir forderten ihn zum Wettstreit heraus. Letztendlich ging es nämlich nur darum, ihn in einer Ordnung zu zwingen und ihn durch den Sängerwettstreit an einen Platz zu bannen, in dem man keinen Pause aufkommen ließ um ihn so in die mathematische Ordnung der Musik zu zwängen. Es wurde ein Höllenritt. (Halb OT: Wir folgen dem Fiedeldämonen in die Scheune...es ist dunkel, vor uns verschwindet der Dämon hinter einem Tarnnetz. Dann setzt dröhnendes Baßgewummere ein, Lautstärke gleich Rammsteinkonzert. Uns klappen die Kinnladen runter. „Scheiße, die benutzen das volle Programm...“ in einer kurzen Pause hört man Maeves Stimme: „Unfair!“ *Quieks* Alles lacht schallend. Dann gehen alle Lichter an, volle Discobeleuchtung, Nebel kriecht über den Boden, das Tarnnetz fällt und wir stehen einer kompletten irre geschminkten dämonischen Heavy Metal Deathband gegenüber, die auch gleich volles Rohr loslegt. Lyn, die Kenderin neben mir mit meinem armseligen Akkordeon (das einzige Instrument, das da war außer der Laute der Bardin, die aber leider krank war), auf dem Gesicht das gleiche Entsetzen wie auf den Gesichtern unserer zehn Mitsänger, meint völlig tonlos: „Ich hätte da noch 'ne Blockflöte...“
Wir brechen zusammen vor Lachen und dann heißt es auch schon: „Dann zeigt mal was ihr könnt!“ Ich kam mir noch nie in meinem Leben so lächerlich vor. Aber was muß, das muß. Und ansonsten würden wir wohl in dieser Musikhölle festsitzen. Also fangen wir brav an den roten Mond zu singen. Klingt zwar nicht schlecht aber zwangsläufig ein klitzekleines bißchen dünn. Die Dämonen schneiden uns nach einer Strophe kurzerhand den Gesang ab und legen los. Volle Lotte. Uns fliegen die Ohren an die Wand. Die Mädels vom Reiterhof nebenan und die Geburtstagsgesellschaft aus dem Herrenhaus stehen völlig gebannt und fasziniert inmitten unserer Leute, die darauf warten, daß wir diesen Haufen duchgeknallter Irrer bannen. Wir reißen uns zusammen. Und ziehen in der nächsten Pause gleich los mit „He, Wirt, roll das Metfaß rein...“ Der Kanon gewinnt an Selbstsicherheit und wir fangen an, mindestens genau so laut zu grölen, wie die Dämonen vor uns. Leider ohne elektrische...äh, tschuldigung...magische Verstärker. Die Dämonen greifen das Lied nach einem Durchgang auf und übernehmen. Klingt...äh...überzeugender als bei uns. Und lauter. Viel lauter! Wir machen weiter mit des Geyers schwarzer Haufen. Wir werden besser. Alle geben, was die Stimmbänder rauslassen. Man hört uns...die Dämonen übernehmen. Klingt besser. Und lauter...sehr viel lauter...Wir lassen uns nicht unterkriegen, machen weiter mit „Ich und ein Faß voller Wein“. Die Dämonen übernehmen, nach einer Strophe quieken sie plötzlich, He Leute, was machen wir hier eigentlich und verpuffen in einer Nebelwolke und der Spuk ist vorbei. Wir waren so erleichtert, daß wir das Lied noch bis zum Ende mit allen durchgegrölt haben. Aber eigentlich war es schade, daß die Dämonen nicht noch ein bißchen weitergespielt haben, die waren ja sooooooo cool! War auf jeden Fall eine absolut irre Aktion.)
Aber wir haben es geschafft. Ein Dämon weniger.
Rufus ließ verlauten, daß er eine Abgesandschaft aus dem Alesassenland nebenan (der Lieblingsfeind Rethals) erwarte und daß er morgen eine frohe Mitteilung zu machen habe.
Es folgt ein recht friedlicher Tag. Höhepunkt ist ein Juggerspiel der Milizmannschaft gegen eine bunt zusammengewürfelte Truppe, bestehend aus dem Freiherrn, Lyn, Maeve, Orluf dem Schmied und noch einem. Rufus besticht Kul als Schiedsrichter äußerst erfolgreich. Maeve hat Kul noch nie so blind erlebt aber für die anderen war es überzeugend genug („Nee, das hat er gerade glaube ich wirklich nicht gesehen.“). Die Milizmannschaft bescheißt unter den Augen des bestechlichen Unparteiischen wie eine Horde Affen. Trotzdem steht es 4:4 weil sich die bunte Truppe heldenhaft schlägt. Kul zum Fürsten: „Wenn eure Miliz weiterhin so erbärmlich spielt kann ich aber nicht dafür garantieren, daß ich sie gewinnen lassen kann!“
Naja, eine Kombination von Frühstart der gegnerischen Mannschaft (Kul guckt gerade weg), der Tatsache, daß die Mannschaft ohnehin schon den Orkkopf ungefähr drei Meter weiter in ihre Richtung gelegt hat (Kul kratzt sich am Bein), der Tatsache, daß der Lanzenwurf des Freiherrn in die Beine des gegnerischen Quick kurz vor dem Erreichen des Torfeldes irgendwie untergeht (Kul guckt einem Vogel hinterher) läßt die Miliz dann in Siegestaumel ausbrechen. Die bunte Truppe schluckt es weil sich keiner traut, Kul die Meinung zu geigen. Maeve ist es egal, weil sie so mehr Geld gekriegt hat, als sie bekommen hätte, wenn sie gewonnen hätte. Schließlich profitiert sie von Kuls Bestechlichkeit. (OT: Wir haben uns derartig schlappgelacht, daß uns alles egal war. Aber wir waren besser als die anderen!!! Und das mit zwei Frauen in der Mannschaft)
Man vertreibt sich die Zeit weiter mit Ruhen unter den Apfelbäumen, Näharbeiten und Ähnlichem.
Atali die Fee kommt schreiend und völlig verstört aus dem Wald, zerrupft und gefleddert. Nach langem Hätscheln und Pflegen und Hypnosisieren stellt sich heraus, daß sie beim nächtlichem Baumbegucken von zwei Schatten angegriffen wurde, die sie gefoltert haben um damit ein Einhorn anzulocken, das sie zu Schaschlik verarbeiten wollten – da zeitgleich ein Zettel an der Büttelhütte hängt, der für Freitag Abend zwei Händler ankündigt, die mit seltenen und hoch magischen Artefakten handeln kommt ein berechtigter Verdacht hoch, was mit den Einhörnern passiert. Man beschließt, die Händler entsprechend abzufangen, aber das hat noch Zeit.
Dann heißt es, die Gesandschaft die der Fürst aus dem Alsassenland erwartet sitzt im Wald fest, weil von Räubern überfallen. Also eilt man zur Rettung, der Fürst vorneweg. Die drei Damen sind eine alesassische Prinzessin und ihre Haushofmeisterin sowie ihre Hausmagierin, die erfreulicherweise noch einen Schutzkreis um die Gruppe ziehen konnte. Also sitzen die drei Damen auf ihren Truhen, fächeln sich Luft zu und begutachten die Räuberbande, die gegen den Schutzkreis anrennt. (OT: Da saßen die Damen im Wald und die Polizei rückte an, weil jemand gemeldet hatte, im Wald würden Kisten rumstehen mit einem verdächtigen Pulver...das Mehl für den magischen Schutzkreis...) Man schlägt die Räuber zu Brei und führt die Damen zum Hof. Rufus kündigt an, daß er am Abend eine Ankündigung machen will (grober Fehler, wie gesagt) und die Damen ziehen sich zurück.
Maeve erklärt sich bereit, sich von der Fee küssen zu lassen (nennt sich Musenkuß) um damit vielleicht noch ein paar Eingebungen zu erhalten, was den Tod des Konstantin von Krailstein und des Orain angeht, weil man sonst nicht die geringste Spur hat. Es braucht den gesamten Hof um sie zu überreden aber schließlich willigt sie ein. Und muß sich danach von Krak dem Ork als Pixieknutscherin verhöhnen lassen. Krak bekommt an diesem Abend so viele Tritte in die Weichteile, daß er eigentlich nicht in der Lage sein dürfte, ein weiteres Orkkind zu fabrizieren.
Man wartet auf den Fürsten und der kommt und komm nicht. Maeve bricht mit einer Vision (dank Musenkuß) zusammen und schreit gleich darauf, daß der Fürst in seinem Zimmer gerade ermordet wird. Man stürmt los und findet den toten Rufus mit einem Küchenmesser im Rücken in seiner Schreibstube. Irgendwie sind alle der Meinung, daß Maeve jetzt weiterarbeiten muß und gemeinsam mit zweien der Miliz wird sie dazu abkommandiert, den Tatort zu untersuchen. (OT: Yaxda:„Jetzt haben wir hier schon CSI Rethal, dann nutzen wir das auch!“)
Die Untersuchung des Tatortes ist lange und gründlich, verwirrt leider hinsichtlich einiger fehlplatzierter Blutspritzer maßlos (sehr viel spätere OT Erklärung: „ Ja, äh, tut uns leid, da ist dem Mann mit dem Kunstblut das Fläschchen in der Tasche aufgegangen und es hat halt ein bißchen getropft...) Zwei Stunden lang versuchen Maeve, Priester Johann, McGee und eine Hand voll weitere das Rätsel zu lösen und geben irgendwann völlig frustriert auf. „Er ist tot. Küchenmesser in der Rücken. Hat versucht seinen Bihänder zu greifen. War innerhalb von Sekunden tot. Hat angefangene Briefe auf Tisch wo er bevorstehende Hochzeit mit der Prinzessin und Frieden mit Alsass ankündigt. Ein gefälschter Brief liegt dabei, der eine feurige Kriegserklärung vorgibt.Und eine Chaosmünze im Tintenfäßchen. Fertig!“
Tja, jetzt scheint das Motiv klar, Kriegstreiberei mit Alsass soll betrieben werden und der Fürst ist tot. Die Prinzessin befindet sich in Gefahr denn schon erfolgen erste Anschläge auf ihr Leben. Und wenn eine alsassische Prinzessin hier stirbt, dann gibt es richtig Theater. Die Situation spitzt sich zu.
Abends nerven die Dämonen aber es gelingt Frivolia zu vertreiben. Da sie ein Lasterdämon ist wurde sie an einem Abend angelockt durch Party. Die Anwesenden waren sich noch nicht einmal zu schade, in ihrer Verzweiflung, weil das Biest sich einfach nicht blicken lassen wollte, obwohl sie sich schon die Kehle wundgesungen haben, Bier in rauhen Mengen in sich hineingeschüttet haben und dem Würfelspiel verfallen sind, irgendwann mit Flaschendrehen anzufangen. Endlich erscheint Frivolia am nächsten Abend und wird in einen Kreis gelockt, wo etliche ihrem Laster abschwören. Kul hat am vorigen Abend extra mit dem Würfelspiel angefangen damit er dann ein Laster hat, dem er überhaupt abschwören kann. Maeve schwört der Kenderhasserei ab (heißt ja nicht, daß man sie mögen muß...), andere schwören den blödsinnigsten Dingen ab, die sie meistens erst am Tag zuvor begonnen haben, Trunksucht, Völlerei (die schlankste Dame, die man je gesehen hat), Vielweiberei etc...Frivolia vergeht kreischend in einer Wolke aus Schwefel. Einer weniger. Der Versuch, den Kampfdämon in einen Kreis zu locken, und ihn mit Liebe und dem Singen von Friedensliedchen zu bannen geht schief. Die Kenderin hüpft dem Dämon auf den Rücken, klammert sich an ihn und schreit: „Ich hab Dich lieb!“. Der Dämon brüllt zurück: „Ich Dich nicht!“ und schmeißt sie in den nächsten Apfelbaum ehe er frustriert verschwindet.
Am nächsten Tag greifen die Räuber immer wieder an. Ein vermummter Jäger taucht mit dressierten Riesenwölfen (Canis lupus rethalensis) auf und läßt die Biester nach der Dame suchen. Man wehrt die Viecher ab. Der Jäger entkommt. Die Prinzessin ist der Meinung, man müsse das Räuberlager ausheben gehen. Allgemeine Verständnislosigkeit...in welche Richtung zum Teufel sollte man denn suchen gehen??? Also wird ein Kundschafter losgeschickt. Noch während man wartet beschließt plötzlich die Belegschaft der Lasterhöhle sich quasi ungerüstet und zu fünft in den Wald zu begeben um das Lager platt zu machen. Nach bisherigen Zählungen sind ungefähr 50 Räuber gefallen, die paar wenigen, die man befragt hatte wußten von nichts außer daß es nach groben Schätzungen nochmal 100 sein sollten. Egal, die Lasterhöhle zieht aus. (OT: Ich begreife nicht, warum die Orga sie nicht in Grund und Boden gestampft hat...ich hätte es getan...). Unser Kundschafter berichtet von drei Räubern, die er gesehen hat. Also rückt Kul mit sechs gerüsteten Mann aus. Sie sind vorsichtig, finden die drei Räuber, bemerken aber dahinter noch weitere fünf und da sie nicht sicher sind, wie viel sich noch verstecken befiehlt Kul in üblicher Vorsicht den Rückzug (OT: Die drei lagen wohl schon plattgeschlagen auf dem Weg und waren nur zu faul, liegen zu bleiben also haben sie sich hingesetzt und die gekreuzten Arme waren von hinten ja nun leider nicht zu sehen...Arghs!). Wären die Lasterhöhler nicht so voreilig gewesen, hätte man mit ihnen gemeinsam die Sache erledigen können aber Teamwork kennen die Herrschaften nicht. Sie kommen nach einer Stunde zurück und haben laut eigenen Aussagen das Räuberlager plattgemacht, deren Besetzung besoffen war. Haben eine Kiste gefunden mit einer Chaosmünze und Gift (und einem Buch. Das hilft uns nicht weiter, da die Herrschaften diese Information nicht herausrücken). Wir sind so klug als wie zuvor.
Tags darauf findet die Magierprüfung von Yaxda und Zanka der Orkschamanin der großen Muttersau statt. Der Magiermeister ist sich gerade eben so nicht zu fein, den zuständigen Vertretern des Rechts die Nachricht zu überbringen daß es ihren Fürsten gekauft hat und wir hier ein kleines bißchen Hilfe benötigen. Wir hoffen auf Verstärkung.
In der Nacht dringen die Räuber mehrfach in das Haus ein und versuchen, zum Zimmer der Prinzessin zu gelangen, das glücklicherweise mit einem magischen Bann geschützt sein sollte. Wir werden so was von in den Boden gestampft...
Unter Kuls Kommando wird das Haus am nächsten Morgen zur Festung umgebaut (Steine auf der Treppe, die Seilfalle im Treppenhaus, versteckte Bogenschützen in den Ecken und am Treppengeländer – alles richtig schön aufgebaut und durchgezogen), ein Wachplan erstellt und die Prinzessin rund um die Uhr bewacht. Man versucht durchzuhalten, bis die alesassische Wache (hoffentlich bald) anrückt, zu der ein Brief der Hofdame geschickt wurde – überbracht durch einen einzelnen Boten.
Chantal die Seherin hält einen Kurs zur Erkennung von Magie ab und Rethal ist um ein paar Magiesichtige reicher...unter anderem Kul und Maeve , die mit dem Theoriegefunzel zwar nichts anzufangen wissen, aber jetzt immerhin ein Diplom haben (Hurra, wir haben ein Jodeldiplom!).
Tagsüber unterliegen ein paar Leute bösartiger Beeinflussung, die sich später durch blutige Tränen erkenntlich macht. Da eines der Gesichter Janus ebenfalls blutige Tränen weint wird rasch die Verbindung zu ihm vermutet. Man bangt um den Verlauf der Nachtwache weil wir durchaus alle in der Lage wären uns gegenseitig abzuschlachten.
Abends werden die Händler abgefangen, es stellt sich heraus, daß zwei dunkle Feen versuchen, Atali die ehemalige Arenafee zurück ins Reich zu holen. Die will aber nicht. Keiner kapiert zwar so recht, was da eigentlich passiert aber die Schatten ziehen ab. Die Lasterhöhlenbewohner machen sich äußerst unbeliebt als sie mit dem Buch aus dem Kistchen auftauchen und das den Händlern verscherbeln wollen...es handelt sich um die Aufzeichnungen eines Assassinen. McGee kauft es ihnen für eine stattliche Summe ab aber die Anwesenden mögen die bösen Spielhöllenbetreiber nicht mehr. Dummerweise bestätigt das Büchlein auch nur, daß es ein Assassine ist, der die Räuber anheuert und daß er eigentlich Rufus vergiften wollte und es dummerweise Orain erwischt hat und daß er Rufus dann gekillt hat und jetzt noch die Dame ermorden will. Mehr erfahren wir nicht. Das wußten wir alles schon vorher also sind wir immer noch genauso klug.
In der Nacht fallen Räuber noch und nöcher in das Haus ein – die Verluste sind groß und irgendwann ist kaum mehr einer in der Lage zu stehen, weder Heiler noch Krieger.
Maeves morgendliche Wache um sechs beinhaltet nichts Spannenderes als daß sich sich eine halbe Stunde mit Hagrim darüber streitet, ob das Vieh, das da hinten aus dem Wald aufgetaucht ist ein Marder oder ein Fuchs ist. Maeve behält Recht. Es ist trüb und nieselig.
Das Schild der Lasterhöhle, von Maeve liebevoll gemalt liegt im Dreck und ein anderes Schild hängt an der Behausung, welches besagt: „Selbstlose Heldengruppe Rethal“. Im Dunkeln sind alle Katzen grau und wer mag das wohl gemacht haben?
Ein wenig später ist jemand offenbar der Meinung, es sei eine gute Idee, die Lasterhöhle als Leichenhalle zu benutzen, schließlich wurde die Tür von Räubern schon kaputtgetreten und im Treppenhaus des Haupthauses stapeln sich die Leichen. Also rein mit den Toten. Die Lizenz zur Betreibung der Spielhölle verschwindet komischerweise ebenfalls. Die Belegschaft ist nicht amüsiert. Ist uns ja so was von egal.
In der Nacht wurden Lyn und einige andere von den Dämonen zu einer Pokerpartie entführt. Dabei kommt heraus, daß die Dämonen in der Sternenkugel ankamen, und sich alle paar Jahre mal ein Spielchen liefern, das sich nennt „wer bleibt am längsten drin?“. Alle sind schon draußen nur Janus scheint zu bescheißen, weil er einfach nicht wiederkommen will. Also erhält Lyn von den Dämonen die Sternenkugel, um den abtrünnigen Bruder zurückzuschicken.
Dann kommt die Nachricht, daß der Freiherr und seine höchstschwangere Gemahlin eine halbe Stunde nach Ende des Wachdienstes des Herrn in Eile zum nächsten Krankenhaus aufbrechen mußten obwohl das Kind erst in vier Wochen fällig sein sollte. Allgemeiner Enthusiasmus. Wetten werde von Maeve angeboten: Wird das Kind des Lurchiehepaares ein Junge, Mädchen oder was anderes? Ein Teil des Wetterlöses wird dem Kind als Mitgift geschenkt werden und Maeve stellt eine Rethaler Geburtsurkunde. Man wartet gespannt auf Nachricht.
Wir haben aber auch zu tun. Eine Truppe in alesassischen Waffenröcken taucht auf und will die Prinzessin abholen.Da die Herrschaften aber weder des Alesassischen mächtig sind, noch von Militär und Strategie auch nur die geringst Ahnung haben beschließt Kul nach einem freundlichen Gespräch die Kerle abzumurksen. Während er sich mit den Herren nett unterhält schleicht ein Trupp von fünf Bogen- und Armbrustschützen unter Maeves Kommando um das Haus und nietet die Männer innerhalb von fünf Sekunden um. Ein einziger, der entkommen kann wird von Kul in einem Sprint eingeholt und von hinten niedergestreckt. Den gleichen Sprint hat Kul schon tags darauf geübt, als ein Räuber meinte, wie eine Hase davon laufen zu müssen. Nach 250 Metern Höchsttempo konnte der andere nicht mehr. Kul schon! McGee beschwert sich, daß er noch nicht einmal Zeit gehabt hätte, die Treppe hinunterzulaufen ehe schon alles vorbei war.
Der Tag ist hart. Viele sind verwundet. Ein Pfeil bringt eine Botschaft: „Es ist genug. Heute Mittag endet alles.“ Wir sind nicht so blöd zu glauben, daß der Assassine weinend aufgibt.
Man bereitet sich vor. Und am Nachmittag kommen sie. Zwei Schlachten nacheinander, hart und dreckig. Mit einem Steintroll im Gefolge. Aber wir halten irgendwie durch. Ein dritter Angriff würde uns allerdings in Grund und Boden stampfen. McGee müssen die Kronjuwelen wieder angenäht werden, mehrfach. Allmählich bekommt Maeve ein gewisses Händchen für solche Verletzungen. Da McGees Kronjuwelen im Dunkeln leuchten ist sich Maeve sicher, daß McGee Feenblut in sich hat und zwar höchstvermutlich das einer Redcap, geht man von der Menge an Tabak und Bier aus, die der Herr trotz seiner eher schmalen Statur verträgt. Danach ist McGee von der vielen Heilmagie so durch den Wind, daß er sich eine Stunde lang in aggressivem Pazifismus ergeht. Will heißen, er rennt in der Gegend herum, scheißt Leute zusammen, daß sie ihre Schwerter weglegen sollen und bleut seine Ansichten den Leuten zur Not auch mit der Bratpfanne ein.
Kul befiehlt Rückzug in die Taverne. Die letzte Bastion. Wir sind am Ende. Trotz der magischen Heilung der Fee. Denn dummerweise wird an diesem Nachmittag so viel Magie, Heilung, Heiltränke und wissen die Götter was sonst noch alles durcheinandergeschmissen, daß unerwartete Nebenwirkungen auftreten. So wachsen diversen Leuten Orkohren in Kombination mit Feenflügeln. Blauer Glitter fliegt durch die Luft und Kicheranfälle sind an der Tagesordnung. Und dann erscheinen endlich die ersehnten alesassischen Truppen, um die Prinzessin zu holen. Diesmal sind es die Richtigen, denn ein paar Ortsansässige erkennen Capitaine Maurice. Der Hauptmann des Freiherrn, Tikian, der Freiherr i.V. (in Vertretung) verabschiedet die Prinzessin sehr wortgewandt und höflich. Man merkt, daß er beim Adel dient. Die blauen Feenflügelchen auf seinem Rücken stören das Gesamtbild nur ein ganz kleines bißchen, vor allem, da sie so schön mit seinem blauen Waffenrock harmonieren. Auch daß er fünf Minuten zuvor noch über die Wiese flatterte und dabei sang „Ich bin ein wunderschöner Schmetterling“ wird höflich übersehen.Als die Alesassen endlich verschwinden nimmt der Jubel kein Ende.
Es wird Abend und die Stimmung ist entspannt, als der Freiherr in der Tür erscheint, müde aber selig: Es ist ein Junge und er heißt Max und es geht ihm soweit gut. Und der Mama auch. Die Geburtsurkunde wird vollendet, die Mitgift für das erste Schwert überreicht und dann geht die Party los.
Aber fast hätten wir Janus vergessen. Als er erscheint jagt ihm Lyn mit der Sternenkugel hinterher, seine Geschwister tauchen auf und beordern den Abtrünnigen zurück aber ein bißchen plötzlich! Janus kreischt noch ein bißchen aber dann verpuffen alle vier Dämonen in einer Wolke aus Sternenregen, der vom Himmel fällt.
Man feiert...allerdings erst nachdem man sich die völlig überflüssige Sitzung des Dorfrates anhören mußte, der unter anderem als ersten Tagespunkt auf der Liste hat: Wer hat die Treppe kaputtgemacht und wer bezahlt für die Neue? Man versucht Kul dafür verantwortlich zu machen, der reagiert – äh – leicht gereizt. Man fragt sich auch, wo dieser verflixte Dorfrat eigentlich die ganze Zeit war. Vermutlich im Hühnerstall versteckt. Yaxda macht sich unbeliebt weil sie dem Rat angehört und offensichtlich trotz der vergangenen Tage plötzlich die Sympathieseite gewechselt hat und entsetzlich zu pienzen anfängt – nun ja, wir wissen jedenfalls, warum Dorfleben nichts für uns ist. Aber danach ist die Stimmung sehr gut, der Freiherr ist mehr als ausgelassen, der Kerl, der dem Baron so ähnlich sieht muß sich das Lied über den rosa Glücksbringer anhören und am nächsten Morgen reisen wir alle verkatert ab und sind sicher: Dieser Ort ist nichts für die Arena. Dämonen machen hier Urlaub und kommen zum Spaß haben vorbei!
Und Geld gab's auch keines, weil die Prinzessin sich zwar nett bedankt hat aber auf die versprochene Belohnung zu warten kommt für uns nicht in Frage.

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Ich töte die Kröte!

In meiner Familie herrscht keine Demokratie. Es handelt sich um eine wohlwollende Diktatur!

Gwen Offline

Arenabiest und Forenmistress


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25.01.2011 15:03
#32 RE: die Chronik der Arena der Gladiatoren antworten

Arena-Winterlager 21.-23.1.2011

von Christine:
Dieses ist, was geschah, doch wäre es schön, eure eigenen Erfahrungen, die vielen kleinen Dinge, die im Verlauf passiert sind auch noch einmal lesen zu können, denn niemand war bei allem dabei...


Diejenigen, die letztes Mal schon dabei waren erinnern sich vielleicht, daß der böse Kultistenhohepriester so einsam und allein nach der Endschlacht im Eck stand und niemand auch nach fünf Minuten etwas von ihm wollte, so daß er sich schlicht verdrückt hat. Seine Kultistin hatte es noch geschafft Mira das Amulett zu klauen.
In diesem Jahr bekam Mira sein Amulett von einem Boten zurückgebracht, zusammen mit einem Brief von seiner Tochter Dana, die behauptete, das Ding wiedergefunden zu haben. Natürlich stellte sich später heraus, daß der Brief eine Fälschung war. In dem Moment, da Mira das Amulett an sich nahm brach im wahrsten Sinne des Wortes die Hölle los. Alle – bis auf Mira, der einsam und allein im Gasthaus zurückblieb in dem sicheren Wissen, seine Freunde verdammt zu haben – wurden in einen Nebel gezogen, in dem sie jeder für sich herumschwebten und gefühllos und orientierungslos im Nichts verharrten. Bis sie eine Stimme hörten, die zu ihnen sprach:

"HÖRT MICH AN!

Wenn ihr meine Stimme hört befindet ihr euch in derselben mißlichen Lage, in der ich mich einstmals befunden habe. Ihr seid auf dem Weg in den Kerker des Dämons Inajira, ein Reich, das ich als eine Hölle bezeichnen würde. Dort pflegt er all jene einzusperren, die sich seinen Unwillen zugezogen haben. Hört mir zu, denn was ich euch sage mag für euch der einzige Weg sein, aus diesem Reich wieder heraus zu finden und die Schrecken dieser Hölle nicht in die Welt hinauszulassen.

Ihr werdet dort drinnen auf Kreaturen stoßen, die sich euch als die „Meister“ vorstellen werden.
Sie werden euch in ein übles, verderbtes Spiel einbeziehen. Dieses Spiel dient dem Zweck, sie aus dieser Hölle zu befreien und sie werden sich eurer bedienen, um ihr Ziel zu erreichen. Wenn ihr sie aus ihren Fesseln befreit habt können sie entkommen und mit ihnen werden auch diejenigen von euch einen Weg hinaus finden, die ihnen dabei geholfen haben.

Der einzige Weg für euch, aus diesem Reich auszubrechen führt über die Befreiung der Meister.
Der einzige Weg für euch, die Meister nach ihrer Freilassung zu vernichten führt über ihren wahren Tod.
Ihr müßt das Spiel mitspielen, ihr müßt die von mir hinterlassenen Hinweise zu den wahren Toden der Kreaturen finden und ihr müßt diejenigen Meister, die ihr befreit habt nach ihrem Entkommen mit Hilfe ihrer wahren Tode vernichten.

Die Meister ahnen nichts davon, daß ich um ihre wahren Tode weiß und wenn Euch euer Überleben und euer Seelenheil teuer sind, dann dürft ihr ihnen unter keinen Umständen etwas davon zutragen.
Verweigert ihr euch ihrem Spiel oder könnt ihr keinen von ihnen befreien werdet ihr bis in alle Ewigkeit bei ihnen gefangen sein. Laßt sie glauben, daß ihr ihre willigen Diener seid, spielt ihr krankes Spiel mit und spielt es erfolgreich, denn nur dann könnt ihr euch mit einem oder mehreren Meistern befreien und sie töten. Denkt daran: Es werden nur die entkommen können, die ihren Meister erfolgreich befreit haben. Alle anderen sind auf ewig verloren.

Widersetzt euch nicht, wir sind Würmer in ihren Augen und in diesem Höllenreich haben sie die absolute Macht.
Macht nicht eure einzige Hoffnung zunichte, indem ihr mein Wissen um die wahren Tode an sie weitertragt, das wäre euer alle Untergang.

Seid wachsam: Spielt das Spiel mit!
Findet die wahren Tode!
Verbergt euer Wissen vor den Meistern.
Vernichtet die, die ihr befreit!

Ich habe in der Hölle weitere Botschaften für euch hinterlassen. Mögen eure Götter über eure armen Seelen wachen!"


Offenbar war ein heftiger Bannzauber losgegangen, der die gesamte Umgebung in die Kerkerdimension des Dämons versetzte. Nun, die Kultisten und ihr Dämon hatten ja auch über zwei Jahre lang Zeit gehabt, ihre Rache vorzubereiten. In diesem Kerker hatte Inajira all diejenigen eingesperrt die ihm irgendwann auf den Senkel gegangen waren und zu mächtig waren, als daß er sie einfach so hätte umbringen können und außerdem kurios genug um es wert zu sein, dort aufbewahrt zu werden. Derzeitig noch drinnen waren: Eine Bane-Sidhe, ein Lich, ein Todesritter, ein Sukkubus und ein Gestaltwandler. Die saßen da schon ziemlich lange fest und kriegten alle paar Jubeljahre mal menschliches Spielmaterial vom Dämon reingeschmissen...
Befreiungsversuche gingen ständig schief weil die fiesen Kreaturen sich immer nur gegenseitig ihre Spieler umbrachten und somit ihre Fesseln nie lösen konnten. Also haben sie sich für die nächste Gelegenheit tatsächlich mal auf Regeln geeinigt. Nach mehreren hundert Jahren wird man auch mal vernünftig.
Nun wurde also neues Spielmaterial in die Kerkerdimension geworfen. Die Gefangenen erwachten eingeteilt in Spielgruppen, die einem der Meister zugeordnet waren und wurden von ihnen darüber aufgeklärt, daß sie gedachten, mit ihrer Hilfe aus der Kerkerdimension zu entkommen – sobald ihre Spieler es geschafft hätten, die Chakrenfesseln zu lösen, die die Meister an diesen Ort banden. Die Aufgaben waren vielfältig, bösartig und zwangen die Spieler stellenweise dazu, ihren besten Freunden Dinge anzutun über die wohl niemals wieder gesprochen werden wird.
Und immer wieder knechteten die Meister ihre Sklaven, wenn sie ihrer Meinung nach nicht schnell genug arbeiteten. Da wurde Aufmüpfigen der nötige Respekt vor dem Todesritter mit stählerner Faust und dem Ruf "Auf die Knie!!!" eingebleut, ein magisch Begabter verlor durch den Lich seine Magie, nur damit die anderen "Würmer" rein prophylaktisch mal verstanden, daß der Meister keinen Ungehorsam tolerieren würde, die Sklaven des Sukkubus waren kurz davor, ihrer Meisterin die Stiefel zu lecken und die kreischende Stimme der Bane-Sidhe war durchdringender als das Geschimpfe ihrer Untergebenen. Und es dauerte eine Weile, bis man herausfand, daß der anwesende Freiherr von Tiwa nicht der echte sein konnte...Das Spiel nahm seinen Lauf.
Leute starben durch Gift und wurden wieder erweckt, Freund griff Freund an, falsche Liebesschwüre wurden abgegeben, echte Liebesbande zerstört, Verbündete gefoltert, Ehrenworte gegeben und wieder gebrochen, in Ehrenduellen wurde betrogen und Ritter logen ihrem Lehnsherrn ins Gesicht, manch einer glaubte, den Lehrmeister auf dem Gewissen zu haben und Priester machten andere glauben, ihr Gott habe zu ihnen gesprochen.

Betrug, Lügen und Verrat am laufenden Band. Der Dämon lachte voller Triumph...

Doch Stück für Stück wurden die Fesseln gesprengt.
Gleichzeitig bekamen einige der Anwesenden Briefe zugesteckt, sie fielen aus Spiegeln, aus Büchern, tauchten unter ihren Tellern auf...Es stellte sich heraus, daß es sich um die wahren Tode der Meister handelte, so wie es ihnen die Stimme aus dem Nebel versprochen hatte, vermutlich ein weiterer armer Gefangener, der seine Zeit jedoch zu aller Wohl zu nutzen gewußt hatte.

Auch die Kinder waren mit hereingezogen worden, was ihre gute Silberfee, die sie mal wieder besuchen wollte noch mitbekam und hinterherhechtete. Die Silberfee war mächtig genug, ebenfalls durch die Öffnung hindurchzuschlüpfen, die Kleinen mit nach draußen zu nehmen und dazu jeden, zu dem die Kinder vorher in irgendeiner Form eine Verbindung aufgebaut hatten. Ein Band der Freundschaft ermöglichte es den Kindern, jeden mitzunehmen, der noch übrig bleiben sollte und zu dem sie eine Verbindung aufgebaut hatten.

Es war nicht ganz leicht, die wahren Tode, von denen einer gefälscht war und zwei zu Kreaturen gehörten, die schon lange nicht mehr hier waren, dem richtigen Meister zuzuordnen. Aber als die Fesseln vierer Meister gelöst waren, löste sich die Kerkerdimension wieder auf und ließ sie wieder alle im Nebel auftauchen, wo die jeweiligen Meister versuchten mit ihren Helfern das Reich zu verlassen. Dem Lich gelang es, da seine Spieler ihn mit dem Vampir verwechselt hatten und ihm deshalb mit dem falschen wahren Tod zu Leibe rückten. Er entkam und warf seine Spieler zurück in den Kerker. Bane-Sidhe und Todesritter wurden vernichtet, der Gestaltwandler entkam, nachdem er herzlich über die Versuche, ihn mit dem von ihm selbst gefälschten wahren Tod umzubringen, gelacht hatte. Der Sukkubus mußte allein zurückbleiben und etliche der Anwesenden wären wohl ebenfalls verdammt geblieben, wenn der Nachwuchs der Gäste und der Arena sie nicht mitgenommen hätten.

Vieles ist an diesem Tag geschehen, was geeignet wäre, manche Bande der Freundschaft für immer zu zerstören, Vertrauen zu vernichten und Freunde zu erbitterten Feinden werden zu lassen, doch andererseits war die Befreiung nur möglich, weil die Anwesenden sich so gut kannten...und was in der Hölle geschah soll in der Hölle bleiben!


(So - und nun seid ihr dran, was ist noch so alles passiert, kleine Anekdoten, was habt ihr getrieben und denkt daran: Was in der Hölle geschah soll in der Hölle bleiben - also dürfen hier was mich angeht auch ein paar OT Dinge zur Erinnerung hinein...es sei denn wir machen einen eigenen Thread dafür auf)

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Where there is desire there is gonna be a flame
Where there is a flame someone's bound to get burned
Just because it burns doesn't mean you're gonna die
You've gotta get up and try

Maeve Offline

Chef-Chefin


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17.05.2011 17:25
#33 RE: die Chronik der Arena der Gladiatoren antworten

Nurian 13.-15. 5. 2011 Das Dorf

Maeve, Kul, Ariann, Vitus sowie La Bocca treffen nach ein paar Tagen wieder mit der Arena zusammen, als sich alle am vereinbarten Treffpunkt, die Festivität irgendeines Barons, zusammenfinden. Der kleine Trupp war auf einer Abkürzung vorgereist, der Rest der Arena hat dem Umweg auf breiteren Wegen um den Wald genommen, mit den Wagen waren die Pfade schlecht passierbar. Was auch immer an diesen Tagen passiert ist, die Vorhut der Arenaten ist nicht gerade rosigster Laune. Kul macht ein Gesicht wie sieben Tage unfähige Rekruten, Maeve komponiert mit finsterem Gesicht an einer Melodie, Ariann schärft ihre Dolche mit unnötig viel Schwung, Vitus pflaumt jeden an, der ihm auch nur einen Kubikzentimeter Luft zum Atmen nimmt (korrigiert mich, wenn ihr wollt) und La Bocca ist wahlweise großmäulig oder verstört.
Keiner scheint besonders bereit zu sein, viel zu erzählen, gelegentlich wird nur etwas von Traumebenen, blöden besoffenen Orakeln, spinnerten bekifften Dorfbewohnern und Ceriden gegrummelt. Es dauert einige Tage, bis Maeve abends in trauter Runde bereit ist, ein bißchen mehr zu erzählen.
"Fing schon gut an, als wir über den Elf im Wald stolperten, der meinte, er suche seinen Bruder, könne ihn aber nicht finden und wir seien im Dorf der Menschen da drüben zwar sicher sollten uns aber davor hüten, uns im Wald herumzutreiben, das sei gefährlich. Dann haben wir Zenobius im Wald aufgelesen und sind mit ihm gemeinsam weiter. Im Dorf überfällt uns dann eine Truppe lilagewandeter, komplett irrer Dorfbewohner, die vor uns auf die Knie fallen, uns umarmen und was von Frieden, Harmonie, Frühlingsfest und der Göttin faseln...ich sag euch, wir hätten auf dem Fuße wieder umdrehen sollen. Warum zum Teufel sind wir eigentlich dageblieben? Keine Ahnung mehr, gab eigentlich keinen wirklich guten Grund...
Irgendwann abends kam so eine merkwürdige Seherin auf die glorreiche Idee, ein dubioses ertrunkenes Orakel zu rufen, von dem sie die Dorfbewohner hatte faseln hören. Der Kerl war durch Jahre im Wasser nicht gerade umgänglicher worden aber als er uns fragte, ob wir wirklich bereit wären zu wissen antworteten ein paar zu viel mit „Ja!“ Erinnert mich bei Gelegenheit daran, in so einem Fall immer ganz laut „Nein“ zu schreien. Naja und dann wurden wir wohl in eine Art Traum hineingezogen. Das war der schlimmste Fall von Blümchen und Kitschharmonie, den ich je das Pech hatte zu träumen.“
Maeve verdreht die Augen und säuselt sarkastisch. „Eine Druidin und ein Traumdeuter liiiiebten sich soooo sehr, daß alle Leute kotzen mußten ob so viel Harmonie. Blabla, ging nicht gut, irgendwann wurde der Traumdeuter in sich gekehrt und traurig, die Druidin verstand nix und eines Tages war der Traumdeuter dann weg, die Druidin verzweifelt und dann hörte der Traum auf. Wenn ihr mich fragt, klassischer Fall, wie es in den besten Familien vorkommen kann aber bei denen war es natürlich soooo etwas Besonderes....daß da eine Menge Scheiße hinten dran klebte. Als wir wach wurden waren jedenfalls einige Dinge ziemlich merkwürdig. Die Göttin war plötzlich da, die Dorfbewohner hatten von fliegenpilzüberdreht auf mettrunkengleichgültig umgeschaltet und die Elemente fingen an, sich komisch zu benehmen. Jedenfalls lag einiges im argen. Dann tauchte auch prompt eine Abordnung schwarzer Schergen auf, die im Namen irgendeiner finsteren Gottheit namens Arimorgoth, mit der es in dem Land schon häufiger Ärger gegeben hatte plötzlich forderten, wir sollten ihren Glauben annehmen. Zwei Tote gab es dann auch recht schnell, der eine ein Begleiter der Ceriden, die andere die Apfelsusi aus dem Dorf...Egal. Ach ja,...die Ceriden! Wißt ihr, daß das die Kerle waren von denen Morkai erzählt hat? Die Typen, die Rupert, den Barden abgeschlachtet haben, ihm den Kopf abgehackt haben weil er das Pech hatte, von einem Dämon in Besitz genommen worden zu sein? Die hatte ich ja vom ersten Augenblick an gefressen. Großkotzig, reuelos und furchtbar überzeugt von sich. Tja, Ceriden halt. Jedenfalls war dann relativ bald klar, daß wir in einer Traumwelt festsaßen. Das Ganze war furchtbar verworren und niemand redete Klartext aber wir stolperten dann recht bald über den Bruder des Elfen. Der hat uns dann ein bißchen aufklären können. Irgendwie haben sie Arimorgoth wohl eingesperrt in eine Traumdimension...“ Maeve kratzt sich am Kopf, „oder so ähnlich. Jedenfalls hatten die Siegel sich gelockert weswegen wir da reingeplumpst waren und es wurde uns gesagt, daß wir rausmüßten, um die Siegel auf der anderen Seite wieder zu stärken. Dummerweise hatte jeder von uns einen Preis gezahlt, um hereinzukommen – obwohl wir doch gar nicht wollten, jedenfalls gabs da einige Verwirrung weil fast jeder irgendwas ziemlich wichtiges vergessen hatte. Namen, Gesichter, Versprechen, Vergangenheit...war stellenweise ziemlich peinlich.“ Maeves Gesicht verdüstert sich schlagartig aber dann wischt sie das zuletzt Gesagte mit einer Handbewegung beiseite. „Na egal, die Erinnerungen tauchten in kleine grünliche Steine gespeichert wieder auf, so daß jeder wieder an sein Fragment herankam. Zwischendurch machten uns die Schergen des Gottes das Leben schwer und ein Traumdeuter kam immer mal wieder vorbei, der uns zur Eile antrieb aber nicht einmal bereit war, Klartext zu reden. Irgendwann ging es plötzlich darum, einen Trank zu brauen, der uns aus der Ebene bringen sollte, um...“ Maeve macht mit den Händen ratlose Gänsefüßchen in die Luft, „das Richtige zu tun, wobei ganz klar keiner wußte, was das sein sollte. Die Zutaten dafür zu beschaffen war wie üblich nicht ganz leicht, wie mußten uns mit dem Oberbösewicht persönlich anlegen. Unsere Ariann hier...“ sie klopft Ariann auf die Schulter, „die hättet ihr sehen sollen, hat sich auf den Kerl geschmissen und ihm seinen Schlüssel geklaut, schneller als man gucken konnte. Und es gab ein Rückzugsgefecht den Berg hinunter. Die Ceriden haben sich dabei nicht gerade mit Ruhm bekleckert. Die saßen nämlich unten beim Haus. Raven kam dann mit dem Schlüssel an und hat um Hilfe gebeten für die auf dem Berg, die waren in echter Bedrängnis. Da muß so eine Antwort gefallen sein wie „Aber jetzt haben wir ja den Schlüssel, dann müssen wir ja auch nicht mehr hoch.“ Neee...“ Maeve schüttelt den Kopf, „das waren ziemliche Mistkerle. Na egal, irgendwann hatten wir die Zutaten dann zusammen. Nur brauchte jeder noch seinen Erinnerungsstein weil es dann hieß ohne die Steine käme man nicht raus. Na und nun ratet mal, wer das Pech hatte, daß uns sein Stein in die Hände fiel. „ Maeve grinst bösartig. „Manchmal läßt der Eine seine Ceriden wirklich im Stich. Ich kann euch sagen, wir haben ernsthaft überlegt, den Stein in die nächste Latrine zu werfen und ihn dort verrecken zu lassen. Den Ceriden, nicht den Stein. Aber...“ sie seufzt. „...statt dessen hat Vitus ihn sich vor versammelter Mannschaft vorgeknöpft. Hat ihm eine Standpauke gehalten wie ein General einen Rekruten abkanzeln würde, der ihm auf die Stiefel geschissen hat. Und dann hat er ihm seinen Stein gegeben. Meine Güte, ich hab noch nie jemanden gesehen, der sich derartig aufgeregt hat wie dieser Ceride. Den haben wir uns wirklich zum Feind gemacht zumal moralische Überlegenheit nicht gerade das war wodurch sich diese beiden ausgezeichnet haben. Nehmt euch in Acht, wenn ihr den beiden mal über den Weg laufen solltet. Ernsthaft! Die hassen uns jetzt. Und ein paar, die mit den Ceriden was anfangen konnten sind dementsprechend auch nicht gut auf uns zu sprechen. Aber muß man sich wirklich jeden Scheiß gefallen lassen? Austeilen können sie, diese Schwarzweißen, aber einstecken...das lernen sie nie!“ Maeve schnieft. „Dann folgte das obligatorische Magieritual.“ Maeve gluckst leise bei der Erinnerung an DIESES Ritual. „Na schön, na schön, sie hatten wirklich nicht viel Zeit und mußten improvisieren aber TROTZDEM! Ringelreihen und steck den Finger in den Arsch, damit es, wenn es schon nicht reimt wenigstens dichtet. Und dann waren wir draußen. Irgendwo draußen. Plötzlich hieß es, nee, wir wären nur näher an unserer Welt und noch nicht draußen und bräuchten noch irgendeinen komischen Schild von Tulkas, um weiter heim zu finden. Naja, spätestens jetzt wußte keiner mehr was Sache war. Der Traumdeuter wurde immer kryptischer und die ständigen Hustenanfälle machten das, was er sagte auch nicht klarer. Und dann hieß es noch, wir müßten einen Preis zahlen damit Arimorgoth uns überhaupt hier rauslassen würde.“ Maeve schaut angestrengt in die Ferne und schaudert zusammen. „Jeder einzelne von uns hatte ein Stelldichein mit dem finsteren Fürsten und...“ Maeve bricht ab, bringt ihr Zähneklappern unter Kontrolle, schüttelt den Kopf und schluckt. „Laßt mal...vergessene Erinnerungen und schreckliche ...Dinge...waren der Preis um herauszukommen und dann waren wir wieder in einer Traumebene. Und es hieß, es müsse noch eine Wahl getroffen werden. Diesmal war die Göttin persönlich da und der Traumdeuter und dann fingen die an zu labern und spätestens dann war klar, daß das in eine interplanetare Eheberatung mündet. Natürlich war der Traumdeuter derjenige, der damals seine Druidin verlassen hatte und zwar – haltet euch fest – weil er nicht wollte, daß diese Liebe jemals stirbt und er deshalb ein Gegenmittel dagegen suchen wollte. Damit verschrieb er sich Arimorgoth, der aber damals noch anders hieß und noch nicht so böse war. Und die Druidin ist daraufhin derartig durchgeknallt daß sie zu einer bösen Göttin mutierte. Und seitdem gifteten die beiden sich an und machten Streß. Die haben sich vielleicht geliebt aber offenbar niemals miteinander geredet. Und jetzt hieß es, wir müßten uns für einen von beiden entscheiden. Da saßen wir nun als Schinkenscheibe zwischen den Brotscheiben der erzbösen Mächte dieses Reiches, die sich gegenseitig in Liebenswürdigkeit absolut nichts schenkten und sollten mal eben entscheiden, welcher uns unsympathischer war. Genau so gut hätte man eine Münze werfen können. Und so wie es aussah, hatte der Übergang in diese Traumwelt sie auch einiges an Erinnerungen gekostet – jedenfalls klebte beim Traumdeuter der Stein mit dem Namen der Druidin und die Druidin trug den Stein des Traumdeuters am Gürtel. Als wir das geschnallt haben, haben wir es mit ein paar anderen geschafft, ihnen die Steine zu entwenden und sie dem jeweils anderen zu geben. Sie kriegten ihre Erinnerungen wieder, sahen ein, was sie für eine kolossale Scheiße gebaut hatten und erlaubten uns gnädigst zu verschwinden....“ Maeve bricht ab und beißt sich auf die Lippen. Sie sieht blaß aus. „Aber schön war das nicht. Diese Träume und die Erinnerungen und der Preis der gezahlt werden mußte obwohl doch keiner darum gebeten hatte, in diese Welt entführt zu werden und die Ceriden, die uns vermutlich umbringen werden, wenn wir ihnen noch einmal über den Weg laufen und...Ach Scheiße! Das Ganze hat mir ziemlich auf den Magen geschlagen!“ Ihre Stimme wird zunehmend haßerfüllt und gepreßt. Sie steht auf, wischt sich trotzig irgendetwas Feuchtes aus den Augen, wirft einen Blick in die Runde, wendet sich ab und verschwindet in die Schatten außerhalb des Feuers.

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Gwen Offline

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30.05.2011 07:20
#34 RE: die Chronik der Arena der Gladiatoren antworten

ZdL, 25. - 29.5.2011

Gwen, Miro und Goorrr sind plötzlich weit weg von der Arena in einem Rund, umzingelt und bedroht von Kupfernen, mit vielen anderen, alle unbewaffnet. In der Mitte findet eine Gerichtsverhandlung durch eine kupferne Inquisition statt. Nach dem, was sie verstehen, wird da eine Magierin als Ketzerin hingerichtet. Relativ schnell ist klar, dass sie wieder in Weltenwacht gelandet sind. Nur... diesmal herrschen die Kupfernen. Irgendwie überrascht da nicht mehr allzusehr, dass Zehir plötzlich hinter ihnen sitzt.
...

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Gwen Offline

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02.06.2012 10:16
#35 RE: die Chronik der Arena der Gladiatoren antworten

Drachenfest 2011

Das 2. Jahr des Roten.
Wenig neues zu berichten, die Arena begeistert das Publikum mit den normalen Auftritten am Mittwoch und Donnerstag sowie den üblichen Einlagen der Ladiesnight und dem doppel der Turniere am Freitag.
In diesem Jahr wurde die Arena zum ersten Mal für die Auktion der Bank von Aldradach vermietet.

Ein besonderer Hhepunkt war der Abend der Kulturen organisiert vom Clan Yoshida in der Arena.

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Gwen Offline

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02.06.2012 10:16
#36 RE: die Chronik der Arena der Gladiatoren antworten

Winterlager 2012



Arena tötet Schneewittchen...

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16.08.2012 13:48
#37 RE: die Chronik der Arena der Gladiatoren antworten

Drachenfest 2012 (25.07. - 29.7.2012)

Das Jahr des Goldenen, auch bekannt als das trockene Jahr. Die Sonne brennt so unbarmherzig das alle Flüsse und Seen austrocknen und deshalb das Bad der Arena ausfallen muss. Zum Ausgleich beendet der ein starker Gewittersturm das Turnier der Kämpfergilde beim Kampf um Platz 3 vorzeitig. Das Finale muss deshalb vor der Endschlacht ausgetragen werden.


Schrein des Roten in der Arena
- unser Schrein wird vom Avatar selbst mit seinem Blut geweiht

Einführung des Gästebuchs

Benimmkurs durch die Stadtschule

Kul-tour-abend für drei Yoshidas

Kul wird vom Roten persönlich eingeschworen, wie sehr die Arena doch zu seinem Lager passt

Endschlacht bei Rot, Blau gewinnt

Abschlussessen während Maskenfest
- das erste Mal Arena-Abschlussessen mit musikalischer Untermalung und tanzenden Adligen

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Maeve Offline

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11.09.2012 19:27
#38 RE: die Chronik der Arena der Gladiatoren antworten

Weil es nur hier reinpaßt...der Text wurde auch auf Englisch übersetzt und wird demnächst wohl im Clan Yoshida verbreitet...

Der Tod eines Samurai
Drachenfest im Jahr des Goldenen (2012)

Wie Ebbe und Flut eines großen Meeres waren die Heere der Drachen aufeinandergetroffen, waren zusammengeprallt wie Wellen und Klippen, hatten hinfort gefegt was im Wege stand und nur Leichen und Verwundete hinterlassen, die wie Wrackteile nach einem Sturm auf dem Schlachtfeld verstreut lagen.
Der Samurai aus dem Clan der Yoshida mit Namen Sakamoto Kiyoshi hatte keine Aufmerksamkeit für die Scharmützel übrig, die hier und da noch entbrannten, kein Ohr für die Schreie der Verletzen und die Stille der Toten. Noch hatten sich die Aasvögel, menschliche wie tierische, nicht über dem Schlachtfeld versammelt, noch war das Blut frisch, das den Boden tränkte, der Wind wehte den Geruch von Feuer und Rauch heran und Regenwolken verfinsterten den Himmel. Die Heere der Drachen hatten den Wünschen ihrer Herren Folge geleistet, der Blutzoll war bezahlt und es war nur noch eine Frage von kurzer Dauer, wann der Sieger des diesjährigen Wettstreites feststehen würde.
Kiyoshi trieb ziellos wie ein Blatt im Wind über das Schlachtfeld. Was ihn dazu gebracht hatte, die Seite seines Herrn zu verlassen und sich alleine zwischen die Kämpfenden zu wagen wußte niemand.
Die Gedankengänge dieser Menschen aus dem fernen Land im Osten waren nur schwer zu verstehen, zu fremd ihre Wege, zu verschieden ihre Beweggründe. Die Augen des Samurai irrten über das Feld auf der Suche nach einem, der ihm geben konnte, wonach es ihn verlangte und blieben an der hochgewachsenen Gestalt eines anderen Kriegers hängen. Sakamoto Kiyoshi blieb stehen. Er kannte den Mann, er hatte mit ihm getrunken, seinen Liedern und Geschichten gelauscht und über seine derben Scherze gelacht. Das Gesicht des Samurai hellte sich auf, als er weitere bekannte Gesichter um den Krieger erkannte. Den Anführer der Arena, einige weitere der Gladiatoren und Kriegerinnen dieser Truppe, der Anblick erfreute ihn. Wenn der große Krieger, dieser Gladiator mit dem barbarischen Namen ihm seinen Wunsch nicht versagen würde, dann hätte er gute Zeugen, die mitansehen würden, was er tun würde und die darüber Geschichten erzählen würden. Sie kannten seinen Daimyo, sie würden seinen Wunsch respektieren. Auch wenn sie vielleicht nicht alles verstehen würden, so würden sie doch seinen Mut und seine Ehrenhaftigkeit zu würdigen wissen. Seine Beweggründe hatten ihnen ohnehin gleich zu sein, er erwartete nicht, daß sie es verstehen würden aber immerhin wußten sie einen mutigen Mann zu schätzen.

Sakamoto Kiyoshi trat auf den Gladiator zu und rief ihn beim Namen. „Maruk-san!“
Der Angesprochene drehte sich um, sein Blick hellte sich auf und ein verwegenes Grinsen wollte sich in dem Bartgestrüpp auf seinem Gesicht ausbreiten, als er den Samurai erblickte, doch noch bevor er ihm einen Gruß zurufen konnte faßte ihn Kiyoshi ins Auge und sagte ernst, „Ich suche einen ehrenvollen Zweikampf auf dem Schlachtfeld. Wirst Du gegen mich antreten?“
Der Gladiator zögerte kaum merklich, das Lächeln verblaßte ein wenig und seine Augen schweiften ab in Richtung seines Lanistas, war er es doch gewöhnt, daß solche Forderungen eher an Kul als an ihn gestellt wurden. Doch Kul trat einen halben Schritt zurück und gab so schweigend sein Einverständnis. Abwartend blickte der Lanista Maruk an. Es stand ihm frei zu kämpfen. Mit einem unsicheren Lächeln trat der Gladiator näher heran, man merkte ihm sein Unbehagen an. „Ich habe keinen Streit mit Dir!“
„Und ich nicht mit Dir!“ erwiderte Kiyoshi, „aber Du bist ein würdiger Gegner!“
Das Prinzip eines ehrenhaften Zweikampfes auf dem Schlachtfeld war Maruk nicht fremd und als solches genau so gut wie ein ehrenhafter Zweikampf in der Arena. Aber noch nie war er gegen jemanden angetreten, der nicht ein Teil der gegnerischen Linien war.
„Na gut, wenn Du es willst.“
Mit einem Zucken der breiten Schultern und einem leicht verlegenen Lachen nickte der Gladiator und trat in den Ring, den seine Gefährten bereits gebildet hatten. Mit ihren Schwertern und Schilden würden sie jeden abwehren, der es wagen würde, den Zweikampf zu stören.

Sakamoto Kiyoshi lächelte leicht und verneigte sich anmutig. Die Verbeugung des Gladiators fiel etwas weniger tief und ungelenker aus, man merkte, daß der Mann sein Haupt nicht oft vor irgend jemandem beugte und hier nur der nötigsten Höflichkeit genüge tat. Der Samurai maß dem keine Bedeutung bei. Inzwischen waren er und seine Familie es vermutlich gewöhnt, daß man ihnen in diesen fremdartigen Landen mit einer anderen Art von Respekt begegnete als sie es von daheim aus gewöhnt waren. Tiefe Verbeugungen gehörten hier nicht dazu, ebenso wenig wie umständliche Reden – zumindest bei vielen. Doch die Natur der Menschen war überall dieselbe.
Der Samurai blendete den Lärm des Schlachtfeldes aus, atmete tief durch, schickte ein kurzes Gebet an seine Ahnen und widmete der eigenen Schönheit des wolkenverhangenen Grau des Himmels einen kurzen Gedanken, ehe er seine Lanze fest umfaßte und in eine tiefe Kampfhaltung fiel.
Der Gladiator zog unter den Jubelrufen seiner Freunde blank, hob seinen Schild und begann, seinen Gegner wachsam zu umkreisen. In Vorfreude auf einen sehenswerten Kampf verstummten die Anwesenden. Sie wurden nicht enttäuscht. Die scharfe leichte Langwaffe des Samurai und das schwerere aber umso gekonnter geführte Schwert des Gladiators vollführten einen Tanz des Todes und nichts anderes klang in den Ohren Sakamoto Kiyoshis als seine Atemzüge und die seines Gegners und der helle Gesang der Klingen, wenn sie aufeinandertrafen.
Doch bald wurde ersichtlich, wer die Oberhand hatte und aufgeregt erkannte Kiyoshi plötzlich, daß er seinen Gegner würdig ausgesucht hatte und daß er verlieren würde. Kaum hatte er diesen Gedanken gefaßt, als der kräftige Gladiator schon gegen ihn prallte, ihn mit seinem Schild zu Boden warf und ihn außer Atem zu Boden drückte. Er las Freude in den Augen des Gladiators, die reine unverfälschte Freude eines Siegers über einen würdigen Gegner und einen schönen Kampf.
„Du hast gewonnen.“ bestätigte er ihm.
Der Gladiator stand auf und streckte ihm grinsend eine Hand entgegen, um ihm auf die Füße zu helfen, doch Sakamoto Kiyoshi wehrte ab. Seine Augen leuchteten.
„Ich habe einen ehrenvollen Kampf auf dem Schlachtfeld gesucht und ich habe verloren. Nun muß ich für diese Schande mit meinem Tod bezahlen. Hilf mir, diesen Tod ehrenhaft zu gestalten.“
Das anerkennende Gemurmel der Zuschauer verstummte bei dieser Erklärung ebenso plötzlich, wie es nach dem Sieg des Gladiators begonnen hatte. Erwartungsvoll blickte der Samurai an dem Mann hoch und bemerkte die ungläubige Verwirrung des Gladiators, der seine Worte nicht zu begreifen schien. Bei meinen Ahnen, dachte Kiyoshi müde, bitte keine langen Erklärungen. Der Blick des Gladiators glitt hilfesuchend zu seinem Lanista, einem Mann, der die Regeln des Bushido zwar auf eine ganz andere Weise auslebte als es der Clan der Yoshida tat, der aber genug davon verstand, um ihm als Ratgeber zu dienen. Das Gesicht des Lanista war steinern, seine Lippen fest aufeinandergepreßt, als er seinem Mann erneut zunickte. Der Gladiator zuckte zusammen, schüttelte wütend den Kopf und war mit drei langen Schritten bei seinem Anführer.

Der Samurai hörte den kurzen, aber erregten Wortwechsel, er verstand zu wenig von der fremden Sprache, um alles zu begreifen aber er bekam mit, daß der Gladiator sich weigern wollte, seinen Wunsch zu erfüllen. Geduld, sprach er sich selbst Mut zu, als ihm das Zaudern seines Gegners schmerzlich bewußt wurde, auf ein paar Augenblicke mehr kam es nicht an. Oder doch?

„Die Seligkeit eines Augenblicks verlängert das Leben um tausend Jahre.“

So lehrten es die Weisen in seiner Heimat und in den kurzen Augenblicken, die ihm blieben, atmete der Samurai, spürte den Wind auf seiner Haut, trank eine Tasse perfekt temperierten Tees, fühlte das Blut in seinen Adern singen, erinnerte sich an seine Familie und sah vor seinem inneren Auge die blühenden Kirschbäume an der Allee des Palastes und die fallenden Blätter des Blutahorns in den Bergen seiner Heimat.

Maruk fuhr sich erregt mit der Hand über den kahlen Schädel. Er hatte seine Bedenken seinem Lanista gegenüber vorgetragen.
„Er ist ein Freund,“, hatte er rebelliert. „Ich habe mit ihm Met geteilt und mag ihn leiden, wie kann ich ihn jetzt töten? Nur weil er einen Kampf verloren hat? Das ergibt keinen Sinn.“
Sein Lanista hatte ihm zugehört und sein Bestes gegeben, es ihm zu erklären.
„Der Tod birgt für sie keinen Schrecken“, hatte er gesagt, „so lange er nur ehrenvoll ist. In seinen Augen hat er als Krieger versagt und Schande über sich gebracht. Er kann seinem Daimyo nicht mehr unter die Augen treten. Nur durch seinen Tod vermag er seine Ehre wieder her zu stellen. Wenn er nach seinem Unterliegen wünscht, von Deiner Hand zu sterben, so ist das der größte Dienst, den Du ihm erweisen kannst und Du solltest ihn nicht beschämen, indem Du ablehnst. Auch wenn es Dir schwerfällt. Du könntest ihn nicht schwerer beleidigen, als wenn Du ihm jetzt seinen Wunsch abschlägst. Du verdammst ihn zu einem wertlosen Leben.“
Maruks Herz war schwer. Er war kein Schlächter und der Wunsch dieses Kriegers nach einem raschen Tod durch seine Hand war ihm unverständlich. Ein verlorener Kampf war doch kein Leben wert. Ein wenig verletzter Stolz, ein wenig Verlust seiner Würde, wenn ausgerechnet eine Frau, die er sich gerne später in sein Bett geholt hätte dabei zugesehen hatte, wie er im Arenarund besiegt wurde, was war das schon?
Doch er glaubte, daß Sakamoto Kiyoshi den Tod gesucht hatte, aus welchen Gründen auch immer. Maruk verfluchte den Mann, der ihn zum Werkzeug seines Untergangs erkoren hatte, doch er würde ihn nicht beleidigen, in dem er seinen Wunsch ausschlug. Er hoffte nur bei allen Göttern, daß er das Richtige tat.

Als der Gladiator mit schleppenden Schritten zurückkam kehrte auch Sakamoto Kiyoshi mit einem Atemzug in die Gegenwart seines Augenblickes von tausend Jahren zurück und sah mit Erleichterung die widerwillige, aber dennoch vorhandene Zustimmung seines Duellgegners.
„Ich werde tun, was Du verlangst!“, knurrte der Mann.
Der Gladiator mußte sich sichtlich zusammenreißen, um den Samurai, der abwartend und voller Würde vor ihm auf dem Boden kniete nicht anzuschreien und zu schütteln, um ihm ein wenig Vernunft einzuprügeln.
Sakamoto Kiyoshi dankte seinem Bezwinger mit einer weiteren Verbeugung. Er blieb auf den Knien und zog sein Kurzschwert, das er sachte vor sich auf den Boden legte. Er bat den Gladiator, sich hinter ihn zu stellen und ihm im rechten Augenblick den Kopf abzutrennen. Der Gladiator biß sich auf die Lippen, nickte aber schroff und hob sein Schwert. Sein Blick verdunkelte sich, doch seine Haltung ließ keine Entschlossenheit vermissen. Zufrieden mit seiner Wahl bekundete der Samurai seinen Ahnen seinen Respekt, ergriff sein Kurzschwert, richtete es gegen seien Leib und begrüßte seinen Tod.

Noch ehe ein Schmerzenslaut über die Lippen des Samurai gedrungen war sang Maruks Schwert und trennte mit einem sauberen Hieb den Kopf vom Rumpf. Der Gladiator schluckte trocken. Seine Hand sank herab. Die Gesichter der Umstehenden waren bleich, verstört von dem, was sie gesehen hatten. Die Stille lastete drückend auf ihnen allen. Bleiern schwer erschien Maruk sein eigener Arm, als er ihn hob und sich damit den Schweiß von der Stirn wischte. Er schauderte beklommen. Es war nicht der erste Gegner, den er getötet hatte, beileibe nicht, aber es war der erste, den er gerne einen Freund genannt hätte. Noch fragte er sich, ob er wirklich das Richtige getan hatte, sein Handeln erschien ihm so falsch wie das Lächeln eines Kupfernen.

„Du hast meinen Ehemann getötet!“
Der schrille Schrei einer Frau zerriß die lastende Stille des Augenblicks, als eine Dame, in die Farben der Yoshida gekleidet, sich rücksichtslos durch den Kreis der Außenstehenden drängte und mit einem einzigen Blick die Situation erfaßte. Wahnsinn bemächtigte sich ihrer und mit einem wilden Ruf beklagte sie ihren toten Ehemann, ehe sich ihr Zorn auf den Gladiator konzentrierte.
„Du hast ihn umgebracht!“.
Noch bevor jemand reagieren konnte, hatte sie die am Boden liegende Lanze ihres Mannes ergriffen und stürmte damit auf Maruk zu, der, völlig überrascht von der Wucht ihres Angriffs, nach hinten geworfen wurde, obwohl der Gladiator doppelt so massig wirkte als die Frau. Sie landete auf ihm, wie eine Furie kreischend vor Wut und in ihren Augen las er die bedingungslose Bereitschaft zum Töten. Seine Reflexe kehrten augenblicklich zurück, er entwand der Dame die Waffe und warf die Lanze beiseite. Gerade hob er entwaffnend die Hände und wollte zu einer Erklärung ansetzen als die Frau sich rasend vor Kummer und Zorn erneut auf ihn warf, doch diesmal hatte sie aus den Falten ihres Kimonos überraschend einen Dolch gezückt und noch ehe der Gladiator oder einer der Umstehenden es verhindern konnte rammte sie Maruk die scharfe Klinge seitlich in den Hals. Wie Eis drang die Klinge durch Haut und Muskeln. Der Gladiator griff sich an die Kehle, taumelte kurz und brach in den Knien zusammen, Verwirrung und Bedauern in den Augen. Ein Röcheln entrang sich seinen Lippen. Noch bevor die Frau ihm die Kehle endgültig durchschneiden konnte hatten sich die Außenstehenden der Arena auf sie geworfen, sie gepackt und schüttelten sie.
„Was fällt Dir ein, Frau?“
„Sie haben sich ehrenhaft duelliert.“
„Wie kannst Du es wagen, Dich einzumischen?“
„Dein Mann hat ehrenvoll gekämpft und den Tod ausdrücklich gewünscht!“
„Maruk trifft keine Schuld!“
„Holt einen Heiler, er verblutet, schnell!“
Auf dem Boden liegend flüsterte der Gladiator, „Ich wollte ihn nicht töten. Er war mein Freund! Er hat mich darum gebeten.“

Langsam wich der Wahn aus den Augen Sakamoto Amayas, sie sah sich um, sah die Leiche ihres Mannes, seinen Kopf, auf dessen Lippen ein friedliches Lächeln lag, bemerkte den Griff des blutigen Kurzschwertes, das aus seinem Leib ragte und begriff. Sie unterdrückte einen jammervollen Aufschrei und wand sich in den Griffen derjenigen, die sie festhielten, die Augen fest auf Maruk geheftet, der am Boden in einer rasch größer werdenden Lache seines eigenen Blutes lag. Bei allen gnädigen Göttern, was hatte sie nur getan?
„Bitte, ich kann ihm helfen, laßt mich los, ich muß zu ihm, ich muß mit ihm sprechen...“
Ihr Kummer und ihre Reue waren so greifbar, daß die anderen sie zögernd losließen. Mit fahrigen Händen zog sie ein seidenes Tuch aus dem Ärmel, ließ sich neben dem Gladiator auf den Boden fallen und preßte das Tuch fest gegen den Hals des Mannes, den sie noch eben für den gewissenlosen Mörder ihres Gatten gehalten hatte. Das Tuch färbte sich besorgniserregend rasch tiefrot. Schluchzend stammelte sie ihre Entschuldigungen hervor, beinahe erstickend an ihrer Scham.
„Ich wußte nicht..., ich wußte nicht was er vorhatte. Vergib mir, ich habe vorschnell gehandelt, ich habe nur gesehen, was ich sehen wollte...“
Ihre Hand flog wieder vor und suchte ihren Dolch am Boden.
Kaum hatte sie die Waffe ergriffen, als die anderen auch schon wieder Verrat witterten und bereit waren, sich auf sie zu stürzen.
„Ich habe mich schändlich benommen, mein Leben ist verwirkt!“, schluchzte sie haltlos und richtete den Dolch auf ihre Kehle.
„Nicht!“
Die Stimme des Gladiators war schwach, heiser doch sie genügte, um alle innehalten zu lassen. Seine Hand umklammerte mit festem Griff ihr Handgelenk.
„Es sind genug gestorben! Ich verzeihe Dir! Ich hätte an Deiner Stelle wohl genau so gehandelt!“
„Aber warum nur? Warum hat er das getan? Warum Du?“ rief die Frau unter Tränen aus.
„Ich habe nicht darum gebeten ihn zu töten! Wir haben ehrenhaft gekämpft. Er war ein würdiger Gegner! Aber ich habe ihn besiegt und danach wünschte er sich den Tod. Den Tod durch meine Hand. Ich habe ihm nur seinen letzten Wunsch erfüllt, Frau!“
Die Augen des Gladiators wurden feucht, ob vor Kummer oder vor Zorn vermochte sie nicht zu sagen. Seine freie Hand ballte sich zu einer Faust und er schlug frustriert und voll ohnmächtiger Wut auf den Boden ein.
„Glaubst Du, ich hätte es gerne getan? Es war sein Wunsch!“
Den letzten Satz stieß der Mann zu laut hervor und ein weiterer Schwall Blut drang aus seiner Kehle. Erschöpft ließ er sich zurücksinken und hustete schmerzgepeinigt. Die Dame preßte fassungslos ihre Hand vor den Mund. Die Scham, die sie fühlte war wie ein Messer, das ihre Seele durchschnitt. Sie rang die Hände.
„Bitte, wenn Du nur einen Funken Erbarmen hast, dann laß mich sterben. Ich habe Schande über mich und mein Haus gebracht. Ich habe die Wünsche meines Mannes mißachtet, ich habe versucht, Dich umzubringen, der Du ihm doch nur den letzten Gefallen erwiesen hast, wie kann ich weiterleben, nachdem ich solches getan habe? Wie?“
Weinend wiegte sie sich selbst vor und zurück, ihre Finger umklammerten auf der Suche nach einem festen Halt in der Welt das Gras des Schlachtfeldes. Ihr Blick begann in die Ferne zu schweifen, als ob sie sich schon auf eine Reise ohne Wiederkehr begeben würde, unsicher ob sie in den Tod oder in den Wahnsinn führen würde.
Sie spürte die Hand des Lanistas auf ihrer Schulter und hörte seine Stimme. „Er hat gut gekämpft. Er war ein würdiger Krieger eures Clans!“
In diesem Moment verankerte sie dieser Griff in der Welt, so daß sie nicht fähig war, dem üblichen Widerwillen ihres Volkes gegenüber unangemessenen körperlichen Berührungen nachzugeben.
Eine Frau aus dem Kreis der Zuschauer nickte ebenso fassungslos wie ernst. „Wir können es alle bezeugen!“
Der Gladiator am Boden hustete wieder. Sein Griff wurde schwächer, doch sein Blick hielt sie in der Wirklichkeit fest. Es war der Blick eines Mannes, der große Angst vor dem Tod hatte, nicht vor seinem eigenen, sondern vor ihrem Tod, der in seinen Augen sinnloser schien als ein Kaminfeuer an einem heißen Sommertag. In diesem Moment hing sein Seelenfrieden davon ab, sie von ihrem Todeswunsch abzubringen. Sakamoto Amaya konnte ihre Augen nicht von seinem Gesicht abwenden als er sprach.
„Ich habe getan, was Dein Mann von mir verlangte. Du hast wie eine Kriegerin gehandelt als Du ihn rächen wolltest. Du konntest seinen Wunsch nicht kennen. Du hast mich besiegt. Ich verzeihe Dir Deinen Angriff auf mich. Aber ja, Du hast Schuld auf Dich geladen.“
Seine Stimme begann zu wanken, eine Träne löste sich aus seinem Auge, doch sein Mund bekam einen unnachgiebigen Zug auch wenn seine Stimme unter dem Ansturm der Gefühle zu zerbrechen drohte wie die Schilde der Krieger, die verstreut auf dem Feld lagen. Er atmete zitternd, sammelte seine Kraft.
„Jetzt schweige und hör mich an! Du wirst um ihn trauern, Du wirst Dich dem Gram hingeben können aber später. Nicht heute! Jetzt wirst Du aufhören, Dich wie ein flennendes Weib zu benehmen und statt dessen wie eine Kriegerin handeln, wie die Tochter aus dem Clan Yoshida, die Du bist. Du wirst nicht sterben! Du wirst Dich an seinen Mut erinnern, Du wirst davon erzählen und Du wirst die Schuld, die Du mir und ihm gegenüber hast dadurch abtragen, daß Du lebst! Hast Du verstanden? Ich erlege Dir diese Pflicht auf! Du wirst leben!“
Sein Blick war schneidender als die scharfe Klinge einer Lanze und jedes seiner Worte war ein Dolchstoß in ihr Herz. Doch sie nickte unter Tränen und holte bebend Luft.
„Hai, Ja, ja ich habe verstanden!“
Der Gladiators nickte, dann wurde sein Blick abwesend, sein Griff lockerte sich und seine Hand fiel zu Boden. Er hörte, wie sein Name gerufen wurde. Er wollte noch etwas sagen, doch Schwäche überkam ihn und aus weiter Ferne hörte er den erneuten Ruf nach einem Heiler.

Sakamoto Amaya aus dem edlen Clan der Yoshida blieb auf dem Feld zurück, den Blick in die Ferne gerichtet, neben der Leiche ihres geliebten Ehemannes, als die Heiler den Gladiator fortbrachten. Sie hatte eine Schuld zu begleichen und ein Leben zu leben.
Sie zwang sich zur Ruhe und Unerschütterlichkeit, wie es von einer Dame des Clans erwartet wurde.

„Der Tod ist leicht wie eine Feder, doch die Pflicht ist schwerer als jeder Berg.“




So habe ich es gesehen am Tag der Schlacht und bezeuge die Geschehnisse mit meinem Namen

Maeve, Heilerin der Arena der Gladiatoren

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Gwen Offline

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18.03.2013 14:17
#39 RE: die Chronik der Arena der Gladiatoren antworten

Winterlager 2013:
Völlig ereignislos.

Springbreak 2013:

Erzählung bitte ergänzen, das ist nur ein Platzhalter: Einladender Freiherr entpuppt sich als durchgeknallter alter Idiot. Überraschung...

Folgen:
- Dragan hat um Arianns Hand angehalten, Kul hat zugestimmt, die beiden sind jetzt verlobt und Ariann deswegen erstmal mit Dragan losgezogen
- Simeon Federknick hat die Arena im Namen des Grafen von Tiwa engagiert, um mit zu einem Treffen auf der Insel des Roten zu kommen und dort die tiwanischen Soldaten zu trainieren.
- Gwen ist zu diesem Treffen persönlich eingeladen, ist dementsprechend auch dabei, aber auf eigenen Antrieb, ohne Bezahlung, und hat Adrian, den Magier der Keiler, eingeladen sie zu begleiten. Demnächst werden die Arenaten im nächsten Hafen wieder mit ihm zusammentreffen und dann übersetzen.

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16.04.2013 12:28
#40 RE: die Chronik der Arena der Gladiatoren antworten

Vorcon Rot 12.-14.4.2013

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